Mit dem ersten Operationsmikroskop mit integrierter OCT-Kamera ermöglicht ZEISS Chirurgen während der Operation nie da gewesene Einblicke in transparente Strukturen des Auges

JENA/Germany, 17.03.2014.

Der Medizintechnikanbieter ZEISS war der erste, der ein Operationsmikroskop auf den Markt brachte und auch der erste, der die Optische Kohärenztomographie in die Augenheilkunde einführte. Nun hat ZEISS diese beiden inzwischen zu Goldstandards avancierten Technologien zusammengeführt und präsentiert als erstes Unternehmen ein Operationsmikroskop mit integrierter OCT-Kamera. OPMI LUMERA® 700 und die integrierte OCT-Kamera RESCAN™ 700 von ZEISS bieten Chirurgen OCT-Bilder des Auges in höchster Qualität, ohne dass er dafür die Operation unterbrechen muss.

Der Chirurg kann selbst transparente Strukturen erkennen, den Eingriff lückenlos überwachen und die klinischen Ergebnisse noch im OP überprüfen. „Mit dem neuen Gerät von ZEISS haben wir zum ersten Mal die volle Integration von OCT in ein Mikroskop", sagt Prim. Univ. Prof. Dr. Susanne Binder, Vorstand der Augenabteilung der Krankenanstalt Rudolfstiftung in Wien, die die Entwicklung des neuen Systems maßgeblich unterstützt hat. Während des „Frankfurt Retina Meetings“ vom 15. - 16. März 2014 in Mainz führte Prof. Dr. Ramin Tadayoni vom Hôpital Lariboisière, Paris, Frankreich, eine Live-OP mit diesem neuesten Gerät aus der Produktfamilie der ZEISS-Mikroskope vor.

Bisher haben standen Chirurgen mitunter vor der Herausforderung, dass sie während der Operation bestimmte anatomische Details, zum Beispiel transparente Strukturen, nicht eindeutig erkennen konnten. Mit dem neuen Visualisierungstool will die Medizintechniksparte von ZEISS diese Einschränkungen überwinden. „Es ist erstaunlich - plötzlich erkennen Sie Dinge, die Sie vorher nicht sehen konnten", erklärt Prim. Univ. Prof. Dr. Oliver Findl vom Hanusch-Krankenhaus in Wien (Österreich). „Ich möchte das neue Gerät von ZEISS schon jetzt nicht mehr missen".

ZEISS HD OCT-Bilder werden als dreidimensionale Echtzeitbilder im Okular dem Mikroskopbild überlagert, so dass sich Ärzten während der Operation ein nie da gewesener Blick auf Details unterhalb der Oberfläche bietet. Damit können sie sogar transparente Strukturen des vorderen und hinteren Augenabschnitts erkennen. ZEISS RESCAN 700 unterstützt Chirurgen dabei, sich auf den eigentlichen Eingriff zu konzentrieren, da die erforderlichen präoperativen OCT-Informationen während der Operation stets verfügbar sind.

Darüber hinaus trägt fortlaufendes OCT-Scanning zur Verbesserung der Behandlungsergebnisse bei, weil der Chirurg den Verlauf überwachen und noch während der Operation die Ergebnisse überprüfen kann. OCT-Scans aus dem Operationssaal können auch für späteres Nachprüfen gespeichert und wieder abgerufen oder mit dem OP-Managementsystem CALLISTO eye® „durchgeblättert" werden. Auf diese Weise bietet das neue Gerät eine bessere Grundlage für Entscheidungen während der Operation. „Ich kann nun besser beurteilen, ob mein präoperativer Ansatz sich während der OP als durchführbar erweist oder ich einen anderen Ansatz wählen muss,” sagt Prof. Dr. Marta S. Figueroa vom Hospital Universitario Ramón y Cajal, Madrid, Spanien. Prof. Findl überdenkt sogar sein chirurgisches Vorgehen: „Mit ZEISS OPMI LUMERA 700 und RESCAN 700 erkennen wir viele Dinge, die uns erlauben, unsere Operationsmethoden zu verbessern."

RESCAN ist für zahlreiche Eingriffe im vorderen und hinteren Augenabschnitt und eine große Palette an möglichen Applikationen einsetzbar. „Die ersten positiven Erfahrungen von Chirurgen mit unserem neuen intraoperativen OCT bestätigen unseren Ansatz, die beiden Goldstandards in ein System zu integrieren. Damit unterstützen wir unsere Kunden, noch bessere Ergebnisse für ihre Patienten zu erzielen. In welchem Maß diese neue Technologie die Augenchirurgie verändern und die Möglichkeiten der Netzhaut- und Hornhautchirurgen erweitern wird, beginnen wir erst jetzt zu erkennen", sagt Dr. Ludwin Monz, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss Meditec AG.

 

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Kurzprofil

Die im TecDAX der deutschen Börse gelistete Carl Zeiss Meditec AG (ISIN: DE0005313704) ist einer der weltweit führenden Medizintechnik-Anbieter. Das Unternehmen liefert innovative Technologien und applikationsorientierte Lösungen, die es den Ärzten ermöglichen, die Lebensqualität ihrer Patienten zu verbessern. Zur Diagnose und Behandlung von Augenkrankheiten bietet das Unternehmen Komplettlösungen, einschließlich Implantaten und Verbrauchsmaterialien. In der Mikrochirurgie stellt das Unternehmen innovative Visualisierungslösungen bereit. Abgerundet wird das Medizintechnik-Portfolio der Carl Zeiss Meditec durch viel versprechende Zukunftstechnologien wie die intraoperative Strahlentherapie. Die rund 2.500 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2012/2013 (30. September) einen Umsatz von 906 Millionen EUR.

Hauptsitz der Carl Zeiss Meditec ist Jena, Deutschland. Neben weiteren Niederlassungen in Deutschland ist das Unternehmen mit über 50 Prozent seiner Mitarbeiter an Standorten in USA, Japan sowie Spanien und Frankreich vertreten. Das Center for Application and Research (CARIn) in Bangalore, Indien, und das Carl Zeiss Innovations Center for Research and Development in Shanghai, China, stärken die Präsenz des Unternehmens auch in diesen sich rasch entwickelnden Ländern. Etwa 35 Prozent der Carl Zeiss Meditec-Anteile befinden sich im Streubesitz. Die übrigen 65 Prozent werden von der Carl Zeiss AG, einer weltweit führenden Unternehmensgruppe der optischen und optoelektronischen Industrie, gehalten.
In den Märkten Industrial Solutions, Research Solutions, Medical Technology und Consumer Optics trägt Carl Zeiss seit mehr als 160 Jahren zum technologischen Fortschritt bei und verbessert die Lebensqualität vieler Menschen. Die Carl Zeiss AG, Oberkochen, ist zu 100 Prozent im Besitz der Carl-Zeiss-Stiftung.

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