ZEISS präsentiert Innovationen, die Augenärzte bei ihrer Arbeit unterstützen

JENA/LAS VEGAS, 16. NOVEMBER 2015.

Auf der Jahrestagung der American Academy of Ophthalmology (AAO) 2015 in Las Vegas präsentiert ZEISS Innovationen für klinische Exzellenz und leistungsfähige Arbeitsabläufe in der augenärztlichen Praxis. Mit ZEISS AngioPlex OCT-Angiographie, einer innovativen Technik, die Blutgefäße mithilfe der optischen Kohärenztomographie sichtbar macht, erhalten Makula- und Glaukomspezialisten nun neue Behandlungsoptionen. Mit AngioPlex lassen sich dreidimensionale Abbildungen der Netz- und Aderhaut erstellen; somit entfallen Risiken von Nebenwirkungen durch Injektionen in das Auge. Darüber hinaus bieten zwei neue Funduskameras zur Diagnose und Nachsorge von Augenerkrankungen Bilder mit größerem Detailreichtum.

Kataraktchirurgen profitierten von jetzt an auch im US-Markt von der Einführung des neuen IOLMaster® 700 mit SWEPT Source Biometry™, mit dem das Risiko refraktiver Überraschungen aufgrund falscher Messungen gesenkt werden soll. Mit dem IOLMaster 700 können Ärzte unregelmäßige Geometrien des Auges oder mangelhafte Fixation während der Diagnose ermitteln.

Außerdem stellt das Unternehmen Neuigkeiten zum minimal-invasive Verfahren der refraktiven Laserkorrektur SMILE vor. Mit dem Verfahren konnten außerhalb der USA bereits mehr als 300.000 Augen erfolgreich operiert werden. Das vierte und letzte Modul des Pre-Market Approval (PMA), ein wichtiger Schritt im Marktzulassungsverfahren der Food and Drug Administration (FDA), wurde für SMILE eingereicht.

Innovationen für klinische Exzellenz und Leistungsfähigkeit in der Praxis der Diagnose und Therapie von Netzhauterkrankungen und Glaukom

Mit dem nicht-invasiven Verfahren der AngioPlex OCT-Angiographie und zwei neuen hochauflösenden Fundus-Imaging-Lösungen bietet ZEISS den Netzhaut- und Glaukomspezialisten Innovationen, die ihnen helfen, sehr gute Behandlungsergebnisse zu erzielen.  

Blutgefäße können nun mit optischer Kohärenztomographie (OCT) dargestellt werden

„Wir freuen uns, dass ZEISS als erstes Unternehmen diese neue und spannende Technologie der OCT-Angiographie auf dem amerikanischen Markt vorstellen kann“, sagt Dr. Ludwin Monz, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss Meditec AG. Er ergänzt: „Die Technologie kann einfach in die klinischen Arbeitsabläufe integriert werden und ermöglicht eine frühere Erkennung und Behandlung von Mikro-Progressionen auf der Grundlage sehr scharfer 3D-Bilder von den Netzhautgefäßen.“

ZEISS AngioPlex OCT-Angiographie hilft Ärzten bei der Darstellung der Blutgefäße in der Netzhaut des Patienten, ohne dass Fluoreszenzfarbstoff injiziert werden muss: Netz- und Aderhaut können mit Hilfe der optischen Kohärenztomographie (OCT) nicht-invasiv in dreidimensionalen Darstellungen untersucht werden. Ärzte werden so bei ihren klinischen Entscheidungen unterstützt.

ZEISS AngioPlex basiert auf der bewährten CIRRUS-Plattform und kann somit leicht in die klinische Praxis integriert werden. Die schnelle Single-Scan-Erstellung ist genauso einfach wie ein Standard-Scan mit dem CIRRUS. „Wir sehen das Potenzial, dass die neue nicht-invasive OCT-Angiographie das Routineverfahren in der Bildgebung der klinischen Praxis wird“, sagt Dr. Ludwin Monz. Ärzte können damit retinale Mikrogefäßstrukturen im normalen Arbeitsablauf ohne die Risiken einer Farbstoffinjektion bewerten: „Das ist ein echter Fortschritt für Ärzte und Patienten in der nicht-invasiven Diagnose des Auges", ergänzt Dr. Ludwin Monz.

„AngioPlex OCT-Angiographie wird die Art unseres Umgangs mit den Patienten auf eine ganz neue Grundlage stellen. Bei Erkrankungen der Netzhaut wird AngioPlex die Methoden der Fluoreszein- und Indocyaningrün-Angiographie ersetzen, denn es ist schneller, billiger, sicherer, nicht-invasiv und nicht-mydriatisch, und bietet doch alle Vorteile der herkömmlichen OCT-Bildgebung bei gleichzeitig hervorragenden Bildern der Netzhaut und des choroidalen Mikrogefäßsystems“, sagt Dr. Philip J. Rosenfeld, Professor für Augenheilkunde am Bascom Palmer Eye Institute. Er ergänzt: „Verglichen mit der Fluoreszenzangiographie können wir zur besseren Tiefenlokalisierung der Erkrankung die verschiedenen Makulaschichten auch einzeln darstellen. Außerdem kann das Verfahren in nur wenigen Sekunden über die Cirrus HD-OCT-Plattform betrieben werden. AngioPlex mit FastTrac Live-Tracking liefert für die meisten Patienten, insbesondere auch für Patienten mit mangelhafter Fixation, klare Bilder ohne Unschärfe. Insgesamt sehe ich ein enormes Potenzial für die Früherkennung und die Erweiterung unserer Behandlungsmöglichkeiten für mikrovaskuläre Erkrankungen der Makula. Für die Untersuchung und Behandlung von Netzhauterkrankungen in der Augenheilkunde stehen uns hoch spannende Zeiten bevor.“

ZEISS AngioPlex OCT-Angiographie ist das erste Verfahren seiner Art, das eine 510 (k) Zulassung der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) erhielt.

Neue Funduskameras mit brillanter Bildqualität für besonders schnelle und zuverlässige Diagnose

Die beiden neuen Funduskameras von ZEISS, VISUCAM 224 und VISUCAM 524, bieten eine detailreichere Analyse des Augenhintergrundes für Optometristen und Augenärzte in Einzel- oder Gemeinschaftspraxen.
Mit dem integrierten 24-Megapixel-Sensor, dem neu konzipierten optischen System und erweiterter Bildbearbeitung kombinieren die Funduskameras einfache Bedienung mit brillanter Bildqualität und bieten so eine schnelle und informative Bildgebung. Beide VISUCAM-Modelle enthalten die Option Fundus-Autofluoreszenz (FAF) als Standard-Feature, mit dem derzeitige und künftige Behandlungsoptionen für die trockene altersbedingte Makuladegeneration (AMD) unterstützt werden. Weitere Standardfunktionen wie Farb- und Rotfreiaufnahmen erweitern die Visualisierung verschiedener anatomischer Merkmale. Dank der überragenden Bildqualität tragen die Bilder der neuen Kameras auch zur Patientenaufklärung bei.

Die neue ZEISS VISUCAM 524 bietet zudem Fluoreszein-Angiographie und optional außerdem Indocyaningrün-Angiographie zur Beurteilung der Gefäßdurchblutung und -durchlässigkeit.
ZEISS VISUCAM 224/524 ist in den USA, Kanada, der Europäischen Union und in Asien erhältlich.

Das Risiko refraktiver Überraschungen wird reduziert: IOLMaster 700 bietet OCT-Bilder über die gesamte Länge des Auges

Der IOLMaster von ZEISS hat sich als Goldstandard der Kataraktdiagnose etabliert – die Implantation von Intraokularlinsen (IOLs) ist mittlerweile ein sicherer Routineeingriff für die Ärzte. Bisher konnten aber selbst tadellose Operationen und hochwertige Linsen bisweilen zu nicht zufriedenstellenden Ergebnissen führen, wenn unregelmäßige Augengeometrien oder eine mangelhafte Fixation in der Diagnose übersehen wurden. Mit dem neuen IOLMaster 700 wird dieses Problem behoben.

Ein Höhepunkt der diesjährigen Messe ist die Vorstellung des IOLMaster 700 auf dem amerikanischen Markt. Er bietet zusätzlich zur optischen Biometrie OCT-Bilder über die gesamte Augenlänge. Der IOLMaster 700 ist somit in der Lage, auch unregelmäßige Geometrien des Auges oder mangelhafte Fixation während der Diagnose zu erkennen. Kataraktchirurgen erlaubt der IOLMaster 700 damit, den vollständigen Augenlängsschnitt von der Hornhaut bis zur Netzhaut betrachten zu können. Ungewöhnliche Augengeometrien, wie zum Beispiel die Verkippung oder Dezentrierung der Linsenachse, können so besser erkannt werden. Es ist zu erwarten, dass auf diese Weise das Risiko refraktiver Überraschungen reduziert werden kann.

„Der neue IOLMaster-700 ist eine interessante neue Errungenschaft in meiner Praxis. Die eindrucksvolle neue Technologie liefert wertvolle neue Informationen, macht meinen Arbeitsablauf für Kataraktpatienten schneller und durchdringt mehr Kataraktarten als die Geräte früherer Generationen. All dies ist wichtig für die Optimierung der refraktiven Ergebnisse meiner Patienten", sagt Dr. Daniel H. Chang, Augenarzt und Katarakt- und Refraktivchirurg am Empire Auge & Laser Center in Bakersfield, Kalifornien.

"Der neue IOLMaster 700 ermöglicht es Chirurgen, ungewöhnliche Augengeometrien besser zu erkennen und gibt auch Unterstützung bei Patienten mit mangelhafter Fixation", ergänzt Dr. Ludwin Monz, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss Meditec AG. In die Entwicklung des neuen Produktes flossen die Daten Tausender erfolgreicher Eingriffe. Der IOLMaster 700 ist vollständig kompatibel zu früheren Versionen und bietet Zugang zur kompletten Datenbank der User Group of Laser Interference Biometry (ULIB). Diese Datenbank enthält optimierte Linsenkonstanten von mehr als 270 IOL-Modellen und basiert auf über 50.000 Kataraktoperationen.

Die einzigartige „Telezentrische Keratometrie“ erlaubt es, die Hornhautoberfläche besonders robust und reproduzierbar zu vermessen. ZEISS ist das einzige Unternehmen, das einen Biometer mit telezentrischer und damit distanzunabhängiger Keratometrie anbietet. Durch den raffinierten optischen Aufbau sind robuste und wiederholbare Messungen möglich, gerade auch bei unruhigen Patienten, so dass exzellente Keratometermessungen entstehen.
Die bildliche Darstellung der Sehgrube (fovealen Einsenkung) im gelben Fleck ermöglicht zudem, die korrekte Fixation zu prüfen. Im Vergleich mit den bisherigen Verfahren, bei denen das Messergebnis aus einer A-Scan-Kurve abgeleitet wurde, bietet der IOLMaster 700 durch die bildbasierte Messung Arzt und Patienten mehr Sicherheit, da das zu erwartende refraktive Ergebnis sich verlässlicher voraussagen lässt.

In der neuen Haigis-Suite bietet der ZEISS IOLMaster 700 die erste geräteintegrierte Komplettlösung für die Berechnungen der Brechkraft bei torischen IOLs. Damit ist es nicht mehr nötig, die Daten in die Online-Tools für die Brechkraftberechnung der einzelnen Hersteller einzugeben.

Ein Operationsmikroskop für die Grundversorgung

Das neue OPMI LUMERA® 300 von ZEISS, das am ZEISS Stand auf der AAO 2015 dem amerikanischen Markt vorgestellt wird, bringt die Vorzüge eines Operationsmikrokops der Reihe OPMI LUMERA in das Routinesegment. Das Gerät bietet ein besonders gutes Preis-Leistungsverhältnis und kommt mit einer geringeren Lichtintensität aus. Das macht die Behandlung für die Patienten weniger belastend. Ärzte profitieren bei Augenoperationen von der gewohnt guten Optik und Beleuchtung der OPMI LUMERA Produktreihe. „Mit dem Operationsmikroskop stärkt ZEISS sein Angebot in der Basisversorgung, besonders für Kunden in schnell wachsenden Märkten Asiens und Lateinamerikas“, sagt Dr. Ludwin Monz, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss Meditec AG.

Minimal-invasives Verfahren zur refraktiven Laserkorrektur: Erfahrung mit mehr als 300.000 Augen

Nur wenige Jahre nach seiner internationalen Markteinführung hat sich SMILE als die dritte Generation der refraktiven Laserkorrektur neben PRK und LASIK etabliert. In Europa und anderen Regionen wurden seit der Zulassung 2011 mehr als 300.000 Augen mit dem SMILE Verfahren von ZEISS, dem bisher einzigen minimal-invasiven Verfahren zur refraktiven Laserkorrektur, erfolgreich operiert. Weltweit gibt es inzwischen 350 Kliniken und Praxen, in denen mehr als 700 Refraktivchirurgen arbeiten, die das SMILE Verfahren beherrschen und ihren Patienten anbieten. Einige Chirurgen haben inzwischen mehr als 10.000 Augen operiert. „Mit SMILE haben wir ein Verfahren in die refraktive Chirurgie eingeführt, das mit dem derzeit kleinstmöglichen Eingriff großen Nutzen schafft. Die Hornhaut des Auges bleibt so weit wie möglich intakt, die Vorhersagbarkeit der Korrektur ist sehr gut. Die Ergebnisse überzeugen weltweit immer mehr Ärzte und Patienten“, sagt Dr. Ludwin Monz.

Das Verfahren ist in wichtigen Märkten wie Europa, China und Indien etabliert, jedoch noch nicht in den USA. Zur Bewertung von Sicherheit und Wirksamkeit des Lentikelextraktionsverfahrens mit dem Femtosekundenlaser VisuMax® wurde in den USA eine erste umfassende Studie zur sphärischen Myopie abgeschlossen, wobei Ärzte an fünf Kliniken in den USA mehr als 300 Augen behandelt haben. Die ersten 100 Patienten mit Myopie und Astigmatismus wurden bereits in eine zweite Studie aufgenommen.

Vor kurzem erhielt ReLEx SMILE die Marktzulassung in Kanada. Das vierte und letzte Modul des Pre-Market Approval (PMA) wurde Ende Oktober in den USA eingereicht.

 

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Kurzprofil
Die im TecDAX der deutschen Börse gelistete Carl Zeiss Meditec AG (ISIN: DE0005313704) ist einer der weltweit führenden Medizintechnik-Anbieter. Das Unternehmen liefert innovative Technologien und applikationsorientierte Lösungen, die es den Ärzten ermöglichen, die Lebensqualität ihrer Patienten zu verbessern. Zur Diagnose und Behandlung von Augenkrankheiten bietet das Unternehmen Komplettlösungen, einschließlich Implantaten und Verbrauchsgütern. In der Mikrochirurgie liefer das Unternehmen innovative Visualisierungslösungen. Abgerundet wird das Medizintechnik-Portfolio des Unternehmens durch viel versprechende Zukunftstechnologien wie die intraoperative Strahlentherapie. Die fast 3.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2013/2014 (30. September 2014) einen Umsatz von 909 Millionen EUR.

Sitz des Unternehmens ist in Jena (Deutschland), und neben weiteren Niederlassungen in Deutschland und im Ausland ist das Unternehmen mit über 50 Prozent seiner Mitarbeiter an Standorten in USA, Japan sowie Spanien und Frankreich vertreten. Das Center for Application and Research India (CARIn) in Bangalore und das Carl Zeiss Innovations Center for Reserach and Development in Shanghai, China, stärken unsere Präsenz auch in diesen sich rasch entwickelnden Ländern. Etwa 35 Prozent der Carl Zeiss Meditec AG-Anteile befinden sich im Streubesitz. Die übrigen 65 Prozent werden von der Carl Zeiss AG, einem der weltweit führenden Unternehmen der optischen und optoelektronischen Industrie, gehalten.

Weitere Informationen unter: www.zeiss.com/med