Vernetzte Mikroskopie

Vernetzte Mikroskopie für mehr Produktivität im Workflow

Welche Relevanz hat die Mikroskopie für die Industrie?

Der Name ZEISS steht seit 170 Jahren für hochwertige Mikroskope. Aus dieser Erfahrung ist ein einzigartiges, leistungsstarkes Portfolio an Mikroskopielösungen entstanden, das durch Workflow-Fokussierung und vernetzte Softwarelösungen die Produktivität von Unternehmen signifikant steigert. Dr. Robert Zarnetta, Leiter für den Bereich Industrielle Mikroskopie Lösungen, und Roger Landolt, Verantwortlicher für Software in diesem Bereich, erklären die Mehrwerte im Detail.

Welche Relevanz hat die Mikroskopie für die Industrie?

Dr. Robert Zarnetta: Die grundlegenden Anforderungen unserer Kunden sind Image, Analyze, Connect – also Bilder aufnehmen, analysieren und die Ergebnisse zusammenführen und weiterverwenden. Die größten Anwendungsbereiche dafür sind die Schadensanalyse, optische Inspektion und Metrologie, aber auch Felder wie Technische Sauberkeit, Metallographie und die Bestimmung von Rauheit und Topografie von Oberflächen.

Fehleranalyse & Metallographie
Fehleranalyse & Metallographie
Partikelanalyse & Technische Sauberkeit
Partikelanalyse & Technische Sauberkeit
Optische Inspektion
Optische Inspektion
Charakterisierung von Oberflächen
Charakterisierung von Oberflächen
Optische Metrologie
Optische Metrologie

Welche Herausforderungen entstehen dabei?

Roger Landolt: Das mit dem Mikroskop erzeugte Bild ist in der Industrie nie Selbstzweck. Aus der Analyse sollen quantitative Aussagen entstehen, die der Entwicklung, der Qualitätssicherung oder Produktion konkret nutzen. Das kostet aber unter Umständen viel Zeit, vor allem, wenn Mitarbeiter diese Aufgaben manuell durchführen. Reproduzierbarkeit ist ein weiterer wichtiger Aspekt: Unterschiedliche Nutzer sollten keinen Einfluss auf die Bildaufnahme, Analyse oder das Messergebnis haben.

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Roger Landolt, Software Solution Manager für den Bereich Industrielle Mikroskopie Lösungen

Vernetzung bedeutet auch, dass Nutzer nach der Bildaufnahme am jedem anderen Computer weiterarbeiten können, ohne das Mikroskop weiter zu beanspruchen. Das erhöht die Geräteverfügbarkeit und die Effizienz


Was bietet das ZEISS Mikroskopie-Portfolio?

Dr. Robert Zarnetta: Unser Portfolio deckt als einziges alle Mikroskopietechnologien ab. Das beginnt bei Lichtmikroskopie mit Stereomikroskopie, Auflichtmikroskopie und Konfokalmikroskopie. Es erstreckt sich weiter auf Elektronenmikroskopie für den Nanometerbereich. Und als einzige bieten wir zusätzlich dazu mit ZEISS Xradia Versa Röntgenmikroskope an. Damit können unsere Kunden Bauteile hochaufgelöst zerstörungsfrei inspizieren und analysieren. Zuletzt bildet unsere Softwareplattform die zukunftssichere Vernetzung aller Mikroskoptechnologien.

Stereo Microscope
Stereo Microscope
Digital Microscope
Digital Microscope
Compound Light  Microscope
Compound Light Microscope
Confocal Microscope
Confocal Microscope
Rasterelektronenmikroskope
Rasterelektronenmikroskope
X-ray Mikroskope
X-ray Mikroskope

Welche Ziele verfolgt ZEISS mit einer vernetzten Mikroskopie?

Dr. Robert Zarnetta: Mit der Kombination aus dem breiten Portfolio und unserer Softwareplattform können wir jedem Kunden sein ideales Werkzeug zu Verfügung stellen. Das bedeutet zum Beispiel, wir können mit Lösungen wie ZEISS ZEN Connect Bereiche die wir mit einem Lichtmikroskop identifizieren, auch mit einem z.B. hochauflösendem Rasterelektronenmikroskope umgehend wiederfinden. Das klingt trivial, ist es aber nicht: Dasselbe Bauteil sieht je nach Abbildungsverfahren deutlich unterschiedlich aus. Über verschiedene Mikroskoptypen hinweg kann da eine lange Suche entstehen, die mit unseren korrelativen Mikroskopielösung entfällt.

Roger Landolt: Und mit unserer Software- und Datenbanklösung ZEISS ZEN core können Kunden eine einheitliche Softwareplattform für alle industriellen Mikroskopielösungen nutzen. So können sie ihre Mikroskope einheitlich bedienen, ihre Daten zentral speichern, Bilder von überall bearbeiten und die Ergebnisse weltweit teilen. Mit dem neuen Release, den wir auf der Control-Messe vorstellen, bekommen unsere Kunden zudem eine einheitliche Softwareoberfläche für alle ZEISS Lösungen.

Wie profitieren Kunden von workflow-orientierten Lösungen?

Dr. Robert Zarnetta: Kurz gesagt: schnelle, reproduzierbare und benutzerunabhängige Resultate. Durch die integrierten Hardware- und Softwarelösungen können sich unsere Kunden ihre Mikroskopieaufgaben als Arbeitsabläufe (Workflows) anlegen und bei motorisierten Systemen automatisch ablaufen lassen. Das beschleunigt den Qualitätsprozess und erhöht die Produktivität spürbar. Bei standardisierten Mikroskopieaufgaben, wie die Technische Sauberkeit oder das Finden von nicht-metallischen Einschlüssen, bieten wir unseren Kunden normenkonforme Workflows und Geräte als Gesamtlösung.

Roger Landolt: Zusätzlich bedeutet die Vernetzung, dass Nutzer nach der Bildaufnahme an jedem anderen Computer weiterarbeiten können, ohne das Mikroskop weiter zu beanspruchen. Das erhöht die Geräteverfügbarkeit und die Effizienz. Individuelle Workflows können sie als „Job“ abspeichern und anderen Mitarbeitern zur Verfügung stellen, auch standortübergreifend. So stellen sie einen einheitlichen, globalen Qualitätsstandard sicher.


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