Hybridplanetarium mit ZEISS Technik in Indien eröffnet

Raphael Schardt von der Bauhaus Universität in Weimar gewann eine der beiden JANUS Trophäen für die besten studentischen Arbeiten. Die Jury entschied sich für seinen Film "Das Indianische Meisterstück".

Mai 2017

Die Gewinner des FullDome-Festivals stehen fest

ZEISS stiftete Preise in zwei Kategorien

Am Samstag, dem 20. Mai, wurden in der „Janus Nacht“ im Zeiss-Planetarium in Jena die Wettbewerbsgewinner des 11. FullDome-Festivals verkündet. In diesem Jahr stiftete ZEISS Preise in zwei Kategorien: Den mit 1.000 Euro dotierten „Astro Award“ vergaben die Kuratoren und Direktoren des Festivals an den koreanischen Fotografen und Filmemacher Kwon O Chul für seine Arbeit „Aurora: Lights of Wonder“ über die Faszination des Polarlichts. Der Preis zeichnet den Beitrag aus, der am besten Bildung mit Unterhaltung verbindet und ein Thema aus der Astronomie, Luft- und Raumfahrt oder den Geowissenschaften behandelt. Der „JANUS Student Award“ für einen der besten studentischen Beiträge ging an Raphael Schardt von der Bauhaus-Universität Weimar für seine Einreichung „Das indianische Meisterstück“. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert. ZEISS unterstützt das Festival seit 2008.

Das 11. FullDome-Festival zeigte vom 17. bis 20. Mai 2017 im Zeiss-Planetarium Jena unter dem Motto „High and Round“ die neuesten Filme, Animationen und experimentelle Arbeiten für das 360-Grad-Medium. Im Wettbewerb des Festivals liefen 83 Filme: 13 Shows, 36 Kurzfilme und 34 studentische Projekte. Daneben konnten Workshops und Vorträge besucht werden.

Den Auftakt machte am Mittwochabend die Vorführung von „Winnetou 360“ außerhalb des Wettbewerbs. Die Abenteuergeschichten von Karl May inszenierten Studierende der Bauhaus-Universität Weimar als Fulldome-Theaterstück. Die Projektion wurde begleitet von Schattentänzern und dem Männerchor „Collegium Canticum Dresden“. Am Donnerstagabend standen internationale Kurzfilme auf dem Programm. Am späten Abend versetzte der kalifornische Live-Videokünstler J-Walt in seiner Show „Lucid Dreamscapes“ die Kuppel in eine virtuelle Traumlandschaft. Die Studentennacht am Freitag bot Erstaufführungen von Studenten aus dem In- und Ausland. Sie endete mit dem Konzert „miRatio“ der Künstler Bob Weber und Jens Fischer.

Das diesjährige Festival wurde erstmals von einer neu gegründeten Stiftung getragen. Nach zehn Jahren ehrenamtlichen Engagements steht nun die „Fulldome Festival Foundation“ hinter den Organisatoren. Sie soll das Fortbestehen der jährlichen Veranstaltung sicherstellen.

Das FullDome-Festival bietet eine Plattform für die neuesten Filme im Ganzkuppel-Format. Dem Wettbewerb stellen sich neben bildungsorientierten Arbeiten zu astronomischen und anderen wissenschaftlichen Themen auch zahlreiche künstlerische Beiträge. Fulldome bedeutet 360-Grad-Rundum-Projektion. ZEISS entwickelt, baut und liefert die Technik dafür. Im Jenaer Planetarium ist seit November 2011 das Ganzkuppel-Projektionssystem VELVET von ZEISS im Einsatz.