SWR Fernsehtteam besuchte ZEISS im März 2017

Entstanden ist ein TV-Beitrag über eine Firma, die schon seit 170 Jahren die Möglichkeiten des Sehens revolutioniert

Am 19. April 2017 strahlte der SWR einen Beitrag über ZEISS mit dem Titel „Die Visionäre – Zeiss revolutioniert das Sehen“ aus. Ein großer Teil des Beitrags dreht sich um das augenoptische Werk in Aalen, um die Brillenglasfertigung und um die Brillenanpassung. Ebenso besuchte das TV-Team das ZEISS Vision Science Lab, das an die Universität Tübingen angeschlossen ist, um dem Institutsleiter und dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Erforschung des Sehens über die Schulter zu blicken.

Forschung – am Rande des Machbaren und Einblicke in die Mikroskopie

Den Anfang des Beitrags macht der Unternehmensbereich Mikroskopie – mit einer sehr bedeutenden Aussage von Markus Weber, dem Unternehmensleiter dieses Bereiches: „Ich glaube nicht, dass wir wirklich Grenzen vor uns haben, sondern wir beschreiben die Zukunft. Wir beschreiben auch die Grenzen, die wir überschreiten“. Es geht kurz in die ZEISS Geschichte, die Trennung der Firma und deren Wiedervereinigung. Und weiter in einige Meilensteine des Unternehmens. Heute agiert ZEISS global – von der Ostalb aus, wo die AG ihren Hauptsitz hat (in Oberkochen).

Markus Weber nimmt den Zuschauer anschließend weiter mit auf eine Reise durch ein Mikroskop – genauer durch ein Röntgen-Mikroskop, das bis zu einem Tausendstel Millimeter „auflöst“. So sieht man auch, dass Spinnen an ihren Beinen Krallen haben… Haben Sie das gewusst?

Das Geschäft mit den Mikroskopen ist ein sehr wichtiges Standbein für ZEISS. So hat Carl Zeiss, der Unternehmensgründer, als erstes an Mikroskopen geforscht.

Die innovative Entstehung von Brillengläser

Wechsel zum Unternehmensbereich Vision Care von ZEISS: Heinrich Raub, gelernter Augenoptikermeister und Markenbotschafter bei ZEISS, zeigt, wie wichtig es heute ist, die Sehbedürfnisse eines jeden Brillenträgers zu verstehen, weil unsere Augen so einzigartig sind. Zudem beschreibt er, welchen neuen Sehanforderungen wir heute gegenüber stehen – durch die starke Nutzung von digitalen mobilen Endgeräten beispielsweise.

Es folgt der Blick in die Rezeptfertigung des Brillenglaswerkes in Aalen – vom Auftragseingang über die Verwendung der sogenannten Vorfabrikaten und einen Einblick in die Freiformtechnologie bis hin zur „Alchemisten-Küche“, der Färberei. Hier kann das Brillenglas in jeder erdenklichen Farbe eingefärbt werden. Selbst Promi-Größen wie Elton John oder Lady Gaga haben schon Gläser von ZEISS einfärben lassen.

Das Sehen erforschen und erforschen – im ZEISS Vision Science Lab

Unter der Leitung von Dr. Siegfried Wahl forscht das Team des ZEISS Vision Science Lab am Sehen. Die Forschungsergebnisse fließen in neue Brillenglas“typen“ mit ein und helfen ZEISS, auch besondere Sehanforderungen wie zum Beispiel beim Autofahren in Brillengläser zu integrieren. Entwickelt hat ZEISS so seine Autofahrerbrille, ZEISS DriveSafe.

Das Lab dient aber auch der allgemeinen Grundlagenforschung – und bietet Studentinnen und Studenten aus aller Welt, am Sehen zu forschen. Ein großer Schwerpunkt des Labs ist das Thema Kurzsichtigkeit. „Vor allem in China nimmt das Thema (die Kurzsichtigkeit) epidemische Ausmaße an“, berichtet Wahl. Schuld könnte unter anderem die starke Nutzung von digitalen Geräten haben, die unser Sehen nachhaltig verändern könnten.

Wo alles begann – ZEISS und Jena

Letzter Teil des Beitrags widmet sich erneut der ZEISS Geschichte. Wie erging es ZEISS nach Ende des 2. Weltkrieges? Es stand dramatisch um die Firma – und es folgte deren Teilung. Ein Teil verblieb in Jena, ein Teil entstand in Oberkochen (Anm: die Geschichte von ZEISS gibt es auch als Audio-Podcast Angebot).

Nach der Wende vereinte sich ZEISS wieder – und Claudia Bolsinger, früher Anwältin bei ZEISS (heute in Rente), die die Zeit hautnah miterlebte, gibt Einblicke in die bewegenden Momente der Firmengeschichte.

Der Beitrag über ZEISS steht bis zum 18. April 2018 in der SWR Mediathek online und zum Abruf zur Verfügung.

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