Die unterschätzte Gefahr von UV: Streustrahlung

„Raus aus der Mittagssonne! Sonnenbrille auf!“ Tipps wie diese beherzigen zunehmend mehr Menschen, um sich vor der schädlichen ultravioletten (UV) Strahlung der Sonne zu schützen. Doch Schweizer Wissenschaftler1 von der Universität Lausanne wiesen schon vor ein paar Jahren darauf hin, dass solche Maßnahmen das größte UV-Problem nur unzureichend erfassen: das der Streustrahlung. Sie trifft uns immer dann besonders, wenn wir normalerweise keine Sonnenbrille tragen. Also beispielsweise beim Bummel auf der Schattenseite einer Einkaufsstraße oder während der Gartenarbeit bei bedecktem Himmel.

Zwar ist direkte UV-Strahlung für sich gesehen meist stärker als die Streustrahlung, doch über das Jahr verteilt bekommen wir alle deutlich mehr UV-Strahlung durch Streustrahlung als durch direkte Sonneneinwirkung ab. Den Daten der Schweizer Wissenschaftler zufolge verursacht direkter Lichteinfall durch Aufenthalte in der prallen Sonne lediglich etwa 20 Prozent der jährlichen UV-Belastung. Rund 80 Prozent der Jahresdosis macht die Streustrahlung aus, der sich draußen niemand ganz entziehen kann. Auch nicht im Schatten.

Wolken können UV-Belastung sogar verstärken

Eine Gefahr geht aber nicht nur von direkter Sonneneinstrahlung, sondern gerade auch von diffusem Sonnenlicht, auch gern als Streustrahlung bezeichnet, aus. Was viele nicht wissen: Bei bestimmten Wolken-Konstellationen kann die UV-Belastung sogar noch stärker sein als bei klarem Himmel. Wissenschaftler aus Kiel wiesen bereits vor längerer Zeit nach, dass vor allem Schäfchenwolken (Cumulus humilis) die UV-Strahlung sogar noch verstärken.2

Klimawandel verschärft das UV-Problem

In den kommenden Jahren erwarten Experten eine Verschärfung der Situation. Durch den Klimawandel wird die Hitze zunehmen – und damit das Bedürfnis der Menschen, sich länger und mehr draußen aufzuhalten. Gerne im Schatten, am Morgen oder gegen Abend. So entziehen sie sich zwar der direkten Sonne, aber weniger der Streustrahlung, und das Risiko wächst, durch UV-Strahlung ernste gesundheitliche Augenschäden zu erleiden.

Eine trübe Augenlinse, auch als Grauer Star bekannt, ist nur ein bekanntes Leiden, bei dem UV-Strahlung als Auslöser eine Rolle spielt. Auch ein Zusammenhang mit der Makuladegeneration ist bisher nicht ausgeschlossen. UV-gefährdet sind außerdem die Augenlider. Allein fünf bis zehn Prozent aller Fälle von Hautkrebs treten dort auf.

Menschen sind der solaren UV-Strahlung durch direkte Exposition sowie durch Reflektionen und Streuung von Boden und Atmosphäre ausgesetzt (nach CIE 151:20032).
Menschen sind der solaren UV-Strahlung durch direkte Exposition sowie durch Reflektionen und Streuung von Boden und Atmosphäre ausgesetzt (nach CIE 151:20032).

Im Schatten wird die schützende Sonnenbrille oft abgesetzt

Während die meisten Menschen bereits gelernt haben, dass sie auch im Schatten Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor tragen sollten, wird die Gefahr für die Augen oft unterschätzt. Die schützende Sonnenbrille wird aufgrund ihrer Tönung im Schatten als störend empfunden und abgesetzt – und dann sind die Augen der Streustrahlung ungeschützt ausgesetzt.

Rund 80 Prozent der Jahresdosis macht die Streustrahlung aus, der sich draußen niemand ganz entziehen kann. Auch nicht im Schatten. © www.sandervanderwerf.nl
Rund 80 Prozent der Jahresdosis macht die Streustrahlung aus, der sich draußen niemand ganz entziehen kann. Auch nicht im Schatten.

Standard-Brillengläser bieten oftmals keinen vollen UV-Schutz

Einen UV-Schutz, basierend auf dem geltenden Industriestandard, bietet ein großer Teil der klaren Kunststoff-Brillengläser. Denn dieser Standard legt UV-Schutz nur bis 380nm fest. Doch damit deckt auch gleichzeitig ein großer Teil der heute verkauften Brillengläser den langwelligen UV-A-Bereich zwischen 380 und 400 Nanometern nicht ab und vernachlässigt diesen Bereich.

Neu: Kompletter UV-Schutz einfach in der Tagesbrille

Eine Lücke, die nun von ZEISS geschlossen wurde. Mit der UVProtect Technologie, die ab sofort in allen klaren Kunststoffgläsern der Marke ZEISS enthalten ist, hebt der Brillenglashersteller den Standard auf ein Niveau, dass den strengen Vorgaben für australische Sonnenbrillen entspricht.

Als Brillenträger sind die Augen mit ZEISS UVProtect also rund um die Uhr vor schädlicher UV-Strahlung geschützt. Auch dann, wenn man seine Sonnenbrille nicht zur Hand hat. Dann kann höchstens noch die Blendung zu einem kleinen Problem werden. Und hiervor schützt uns ja wieder unsere altbewährte Sonnenbrille.

Menschen sind der solaren UV-Strahlung durch direkte Exposition sowie durch Reflektionen und Streuung von Boden und Atmosphäre ausgesetzt (nach CIE 151:20032).
Menschen sind der solaren UV-Strahlung durch direkte Exposition sowie durch Reflektionen und Streuung von Boden und Atmosphäre ausgesetzt (nach CIE 151:20032).
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Rund 80 Prozent der Jahresdosis macht die Streustrahlung aus, der sich draußen niemand ganz entziehen kann. Auch nicht im Schatten. © www.sandervanderwerf.nl
Rund 80 Prozent der Jahresdosis macht die Streustrahlung aus, der sich draußen niemand ganz entziehen kann. Auch nicht im Schatten.

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