Die Menschlichkeit im IT-System

Es sind Cemitas, eine Art mexikanische Hamburger, die Christian nicht nur sprichwörtlich auf den Magen schlagen. Sie prägen auch sein Verständnis von Teamgeist und damit sein berufliches Leben. Christian isst gemeinsam mit Kollegen zu Mittag, in einem kleinen, mexikanischen Dorf. In der Nacht geht es ihm plötzlich schlecht. So schlecht, dass er einen Arzt braucht. Später erfährt er, dass er eine schwere Lebensmittelvergiftung hat. Einer seiner Mitarbeiter holt ihn zuhause ab, fährt ihn ins Krankenhaus und regelt alles, während Christian medizinisch versorgt wird.

Menschen erfolgreich zusammenbringen

Für ihn ist die Erfahrung während seines Jobs in Amerika eine Art Schlüsselerlebnis, die ihn bis heute prägt. Das Wir-Gefühl, dieses Einander-den-Rücken-stärken gewinnt für ihn an enormer Wichtigkeit in seinem beruflichen Alltag. Und das kommt ihm in seinem aktuellen Job als Leiter IT Development & Innovation in der Halbleiterfertigungssparte bei ZEISS zugute: Christian stellt Teams zusammen und coacht sie, damit sie Anforderungen für IT-Lösungen entwickeln und umsetzen, die andere Bereiche an seine Abteilung stellen.

„Dabei arbeiten wir in einem Spannungsfeld: Wir müssen schnell funktionierende Lösungen finden, aber auch mittel- bis langfristige Strategien aufsetzen und verfolgen.“ Denn Christian und sein Team aus Softwarearchitekten und Softwareentwicklern verstehen sich auch als Treiber der digitalen Transformation in ihrem Bereich. „Wir sind quasi Sparringspartner bei Digitalisierungsthemen.“ Und die reichen von Machine Learning über Webtechnologien bis zur Automatisierung von Geschäftsprozessen. Christian fungiert in seinem Team als Bindeglied. Er coacht, führt und steuert. Und in erster Linie befähigt er sein Team dazu, eigenverantwortlich zu arbeiten. „Wenn ich eigentlich nicht mehr nötig bin, dann habe ich alles richtig gemacht“, sagt er nicht ganz unironisch.

Asien als wertvolle Schule

Christian ist rumgekommen. In verschiedenen Unternehmen, aber auch in der Welt.

Nach der mittleren Reife entscheidet er sich zunächst für eine Ausbildung bei einem Telekommunikationsanbieter. Doch schnell merkt er: Das ist nicht das Richtige. Er holt sein Abi nach, studiert Informatik und Wirtschaftsinformatik, verbringt ein halbes Jahr in Taiwan und arbeitet anschließend in China für ein deutsches Unternehmen, um dort Automobilwerke IT-seitig aufzubauen. Hier wächst nicht nur seine fachliche Expertise. Er schärft auch seine Fähigkeit, Menschen mit verschiedenen Hintergründen gewinnbringend zusammenzubringen.

Eigenverantwortung in Amerika

Anschließend geht es weiter nach Mexiko. Eine Zeit, die ihn prägt. Auch hier sind es besonders die Begegnungen mit Menschen, die ihn begeistern und voranbringen. „Du bist im Ausland mit deinem Team auf dich gestellt“, erklärt er. Job nach Vorschrift? Fehlanzeige. Stattdessen heißt es: Eigenverantwortung übernehmen. Ein Punkt, den er verinnerlicht.

Als Christian nach ein paar Jahren nach Deutschland zurückkehrt, ist es für ihn, als sei die Zeit in der Heimat stehen geblieben, seine Welt im Ausland hat sich aber gefühlt schneller gedreht. Während für ihn vieles in Deutschland heute wie damals ist, hat er sich verändert. „Da habe ich gemerkt: Zurück in den alten Job, zurück zur herkömmlichen IT möchte ich nicht mehr.“ Von ZEISS bekommt er das Angebot, den neuen Bereich IT Development & Innovation in der Halbleiterfertigungssparte zu übernehmen.

Die Welt ein wenig verändern

„ZEISS arbeitet an Produkten, die Weltrang haben“, sagt Christian und fügt ganz ohne Pathetik hinzu: „Wir entwickeln Technologien, die wirklich die Welt verändern und ohne die vieles in der Digitalisierung nicht möglich wäre.“ Das reizt ihn, hier will er unterstützen. Seine verantwortungsvolle Rolle gibt ihm die Möglichkeit dazu. Neben der flexiblen und agilen Lösungsentwicklung gestalten er und sein Team eben auch die Roadmap der digitalen Transformation.

Das schafft er mit seiner fachlichen Expertise und großen Erfahrung. Aber wenn Christian erzählt, merkt man eben auch, dass das nur ein Teil seines Erfolgs ist: Er ist Teamplayer aus Leidenschaft, traut seinen Mitarbeitern etwas zu, fordert und fördert sie. Dabei ist es besonders die Diversität, die ihn reizt und die es heute in einem Unternehmen wie ZEISS braucht, wie er betont. Eben die Arbeit mit unterschiedlichen Menschen. Das, was er liebt und was ihn antreibt.

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