Plötzlich ist nichts mehr selbstverständlich
Heather Knies hat zwei gefährliche Hirntumore überlebt und ist heute Mutter einer kleinen Tochter. Ihre Geschichte zeigt, welche Leistung Gehirnchirurgen vollbringen und wie moderne Medizintechnik dabei helfen kann, optimale Behandlungsergebnisse zu erzielen.
Es ist eine alltägliche Autofahrt von der Arbeit nach Hause. Wie selbstverständlich lenkt Heather Knies ihren Wagen. Doch plötzlich flackern gelbe Linien vor ihren Augen. Ihr Körper wechselt schlagartig in den Panikmodus. Nach einer Untersuchung ist klar: Das waren die ersten Symptome eines bösartigen Hirntumors, eines Glioblastoms der Klasse IV.
Diese Diagnose bedeutet häufig den sicheren Tod binnen Monaten oder wenigen Jahren. Ein Glioblastom der Klasse IV ist ein besonders schnell wachsender, bösartiger Hirntumor. Auch wenn Ärzte das Tumorwachstum verlangsamen können, überleben nur weniger als drei Prozent der Patienten einen Zeitraum von fünf Jahren nach der Diagnose eines primären Glioblastoms1.

Bei Heather Knies ist das anders. „Ich passe in keine Statistik, ich werde diesen Kampf nicht verlieren“, beschreibt sie ihre Reaktion kurz nach dem sie die Diagnose mit der ungünstigen Prognose zum zweiten Mal erhielt. Da war sie 26 Jahre alt und hatte bereits eine Operation am Tumor hinter sich.
Das Team des inzwischen emeritierten Direktors Dr. F. Spetzler des renommierten Barrow Neurological Institute in Phoenix, Arizona, operierte Heather Knies ein zweites Mal. Der weltbekannte Neurochirurg Dr. Spetzler betont, wie wichtig die Unterstützung bei Gehirnoperationen durch Medizintechnik, etwa die Fluoreszenztechnologie, ist, um einen Tumor möglichst vollständig zu entfernen, ohne gesundes Gewebe zu verletzen. Das ist je nach Lage des Tumors sehr schwierig.
Nach der Operation folgten für die junge Frau Chemotherapie und Bestrahlung. Heute gilt sie als geheilt, ist verheiratet und hat eine kleine Tochter. Für Heather Knies ist nichts mehr selbstverständlich: