Potenzielle Risiken und Kosten einer Augenlaserbehandlung

Vergleichen Sie die verschiedenen Arten der Augenlaserbehandlung

Potenzielle Risiken einer Augenlaserbehandlung

Die Nebenwirkungen

Die Augenlaserbehandlung ist eine klinisch geprüfte und etablierte Methode zur Behandlung von Refraktionsfehlern sowie bestimmten Sehstörungen. Wie alle operativen Eingriffen ist auch die Augenlaserbehandlung nicht völlig frei von Risiken und Nebenwirkungen.
Einige Komplikationen, die auftreten können, sind:

Über- oder Unterkorrektur

Nicht bei jedem Patienten wird direkt nach der Augenlaserbehandlung eine vollständige Verbesserung des Sehvermögens erreicht. Der Grad der Sehkorrektur hängt von individuellen Voraussetzungen ab. Ein Restrefraktionsfehler kann immer zurückbleiben. Dies bedeutet: Manche Patienten sind auch nach dem Eingriff auf eine Brille oder Kontaktlinsen angewiesen. In diesen Fällen kann ein Folgeeingriff zur Korrektur des Restrefraktionsfehlers in Betracht gezogen werden.

Manche Patienten berichten über Sehstörungen beim Autofahren in der Nacht

Some patients may report vision disturbances when driving at night

Schwierigkeiten beim Sehen nachts

Manche Patienten haben Schwierigkeiten, in der Nacht zu sehen oder Auto zu fahren, und nehmen Blendeffekte und/oder Halos um Lichtquellen im Dunkeln wahr. Diese Komplikation tritt häufig in der frühen postoperativen Phase auf und verbessert sich in den meisten Fällen mit der Zeit.

Schleiersehen

Das Sehvermögen kann getrübt sein. Diese Komplikation tritt häufiger bei Patienten auf, die zuvor stark kurzsichtig waren.

Doppelbilder

Beschwerden über Doppelbilder sind selten nach einer Augenlaserkorrektur. Dabei berichten Patienten in der Regel von sogenannten „Geisterbildern“. Bei dieser fachsprachlich Diplopie genannten Störung sind die beiden Augen nicht richtig ausgerichtet, oder aber das Gehirn hat Probleme damit, beide Bilder zu einem Bild zusammenzufügen.

Syndrom des trockenen Auges

Das Gefühl trockener, juckender Augen nach einer Augenlaserkorrektur tritt in der frühen postoperativen Phase relativ häufig auf und verbessert sich bei den meisten Patienten zunehmend. Dies wird von manchen als Teil des Genesungsprozesses erachtet. Das Syndrom wird üblicherweise mit künstlichen Tränen oder anderen Therapien behandelt. Patienten, die bereits vor dem Eingriff trockene Augen aufweisen, können nach dem Eingriff stärker dafür anfällig sein. Da trockene Augen unscharfe Sicht und Unwohlsein verursachen können, sollten Patienten vor der Entscheidung für einen Eingriff auf das Trockene-Augen-Syndrom untersucht werden.

Eye drops can be used to treat dry eye syndrome
Zur Behandlung von trockenen Augen können Augentropfen eingesetzt werden

Wölbung der Hornhaut (Keratektasie)

Keratektasie bezeichnet eine Reihe von Augenbeschwerden, bei denen die Hornhaut zunehmen ausgedünnt wird. Dadurch wird die Vorderseite des Auges kraftlos und wölbt sich nach außen. Zu dieser Gruppe gehören Keratokonus, Keratoglobus, pelluzide marginale Hornhautdegeneration, Randfurchenkeratitis (Morbus Terrien) und postoperativer Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) in Zusammenhang mit einer Augenlaserkorrektur.

Keratektasie kann sowohl kurz nach dem Eingriff als auch erst Jahre später auftreten. Brillen, Kontaktlinsen oder sogar eine Hornhautransplantation können notwendig sein, um die Sehkraft wiederherzustellen. Eine sorgfältige Untersuchung vor dem Eingriff kann das Risiko der Keratektasie nach der Augenlaserkorrektur reduzieren.

Infektionen

Es besteht eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, dass sich nach einer Augenlaserbehandlung eine Infektion bildet. Wenn das Auge rot wird, schmerzt oder die Sehkraft verloren geht, sollte unbedingt ein Augenarzt aufgesucht werden. Infektionen können gut behandelt werden, wenn sie früh erkannt werden. Werden sie zu spät entdeckt, können sie ernsthafte Schäden hinterlassen. Nach dem Eingriff verordnete Augentropfen helfen dabei, einer Infektion vorzubeugen.

Komplikationen im Zusammenhang mit dem Flap

Komplikationen im Zusammenhang mit dem Flap können nach dem LASIK-Eingriff auftreten, da hierbei in der Hornhaut ein Flap erzeugt wird. Dazu gehören Infektionen, Entzündungen oder eine Verlagerung des Flaps. Behandelt werden diese entweder mit Augentropfen oder einem zusätzlichen Eingriff.

Mythen und Fakten

Mythos: SMILE, LASIK und PRK/LASEK sind keine richtigen Operationen.

Fakt: Obwohl diese Behandlungen nur wenige Minuten dauern, handelt es sich um operative Eingriffe mit möglichen Risiken und Komplikationen. Bei Fragen zu den Risiken und Nebenwirkungen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Mythos: Nach einer Augenlaserbehandlung brauche ich keine Brille mehr.

Fakt: Die Mehrheit der Patienten benötigt nach einer Augenlaserbehandlung keine Brille mehr. In einigen Fällen kann jedoch auch nach der Behandlung eine Sehhilfe, wie eine Brille oder Kontaktlinsen, oder eine weitere Laserbehandlung notwendig sein. Bei Presbyopie, der sogenannten Alterssichtigkeit, muss der Patient unter Umständen weiterhin eine Lesebrille tragen oder einen zusätzlichen Eingriff vornehmen lassen, um Kleingeschriebenes lesen zu können.

Mythos: Alle Verfahren sind gleich. Es ist egal, von welchem Arzt ich mich behandeln lasse.

Fakt: Obwohl die Technologie bei diesen verschiedenen Behandlungsverfahren zuverlässig ist, spielen die Qualität der präoperativen Beratung und die Fähigkeiten des Chirurgen eine wichtige Rolle bei dem Ergebnis Ihrer Sehkorrektur.

Mythos: Die Technologie entwickelt sich stets weiter. Ich sollte auf eine neue Behandlungsmöglichkeit warten.

Fakt: Die Technologie wird immer voranschreiten. Das bedeutet aber nicht, dass die aktuellen Methoden im Vergleich eine niedrigere Erfolgsquote haben oder mehr Komplikationen verursachen würden. Alle aktuell zugelassenen Geräte für die Augenlaserchirugie sind klinisch getestet, um sicherzugehen, dass sie hohen Wirksamkeits- und Sicherheitsstandards entsprechen. Die Technologie hat im letzten Jahrzehnt große Fortschritte gemacht und ist auf einem unerreicht hohen Stand. Die Augenlaserkorrekturen mit SMILE, LASIK und PRK/LASEK weisen sehr hohe Erfolgs- und sehr niedrige Komplikationsquoten auf.

Mythos: Ich bin zu jung / zu alt für eine Augenlaserbehandlung.

Fakt: Das Alter kann eine Rolle dabei spielen, ob Sie für einen Eingriff geeignet sind. Viel entscheidender ist jedoch, ob Ihre Augen gesund sind und ob sie eine stabile Sehschärfe besitzen. Die Sehschärfe stabilisiert sich in der Regel erst als älterer Teenager. Bei älteren Patienten sollte zudem die Presbyopie, die Alterssichtigkeit, berücksichtigt werden. Dabei verliert der Patient die Fähigkeit, in der Nähe zu sehen. Mit Laserkorrekturverfahren, wie beispielsweise Laser Blended Vision oder Monovision, können die Auswirkungen der Alterssichtigkeit ausgeglichen werden. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, ob eine solche Behandlung für Sie infrage kommt.

Mythos: Augenlaserbehandlungen sind schmerzhaft.

Fakt: Fast alle Patienten beschreiben den Eingriff als schmerzfrei. Das Auge wird per Tropfanästhesie vollständig betäubt. Dennoch kann es bei manchen Operationsschritten zu einem Druckgefühl auf dem Auge kommen und nach dem Eingriff zu Beschwerden. Dies hängt jedoch von dem jeweiligen Verfahren und konkreten Fall ab. Ein Verfahren, bei dem die Oberfläche abgetragen wird, kann zum Beispiel unangenehmer sein als ein Flap oder eine minimalinvasive Augenlaserbehandlung.

Kosten einer Augenlaserbehandlung

Welche Rolle sollte der Preis spielen?

Wenn Sie eine Augenlaserbehandlung zur Sehkorrektur in Erwägung ziehen, gehen Ihnen wahrscheinlich einige Fragen zum Thema Kosten durch den Kopf: Wie viel wird die Operation kosten? Ist eine teurere Behandlung auch besser? Wird meine Krankenkasse die Kosten für den Eingriff übernehmen? Bietet eine Operation gegenüber anderen Methoden der Sehhilfen längerfristig finanzielle Vorteile?

Einen einheitlichen Preis für die Augenlaserbehandlung gibt es nicht. Die Kosten hängen von mehreren Faktoren ab. Ob die Kosten der Augenlaserbehandlung von der Krankenkasse übernommen werden, hängt von den konkreten Umständen ab.

Viele Patienten betrachten eine Augenlaserbehandlung als langfristige Investition in ihre Augengesundheit. Sie vergleichen diese einmaligen Kosten mit denen, die normalerweise für Brillen, Kontaktlinsen und Pflegeprodukte anfallen.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um herauszufinden, welche Lösung zur Sehkorrektur am besten zu Ihren individuellen Bedürfnissen und Ihrem Lebensstil passt.

Je teurer, desto besser?

Neben den Kosten gibt es weitere Faktoren, die Sie bei der Wahl des Chirurgen und der Klinik für die Augenlaserbehandlung berücksichtigen sollten. Ein extrem niedriger Preis oder der bloße Vergleich der Preise ist möglicherweise nicht komplett aussagekräftig.

Die Kosten einer Augenlaserbehandlung können von verschiedenen Faktoren abhängen:

  • Behandlungsverfahren
  • Eingesetzte Technologie
  • Schweregrad der Fehlsichtigkeit
  • Standort
  • Vor- und Nachbehandlung
  • Enthaltene Leistungen

Wenn Sie sich für eine Augenlaserbehandlung interessieren, sollten Sie mit Ihrem Augenspezialisten/Augenarzt und Ihrer Krankenkasse über Ihre Eignung, das passende Verfahren und mögliche Risiken sprechen. Wenn Sie Fragen zu den Kosten oder der Methode haben, machen Sie am besten einen Beratungstermin aus, um sich zu informieren. Bei der Wahl Ihres Arztes sollten Sie auf jeden Fall dessen Expertise und Erfahrung berücksichtigen. Zusammen können Sie und Ihr Augenarzt die beste Möglichkeit für Ihre Bedürfnisse finden. Erst wenn alle Ihre Fragen beantwortet wurden, ist eine gute Entscheidung möglich.

Erfahren Sie hier mehr zu Überlegungen bei der Klinikwahl.

Costs for laser eye surgery may vary between clinics.
Die Kosten für eine Augenlaserbehandlung können je nach Klinik variieren.

Übernimmt meine Krankenversicherung die Kosten für die Behandlung?

Ob die Kosten für Ihre Behandlung von Ihrer Krankenkasse übernommen werden, hängt von dem jeweiligen Anbieter und den lokalen Gegebenheiten ab. Medizinisch wird eine Augenlaserkorrektur häufig als nicht notwendig erachtet, weshalb die Kosten im Basistarif oftmals nicht von den Krankenkassen übernommen werden.

Wenn Sie eine Sehkorrektur in Erwägung ziehen, sollten Sie mit Ihrem Arzt und Ihrer Krankenkasse sprechen. Unter Umständen wird der Eingriff teilweise erstattet oder ist steuerlich absetzbar. Einige Ärzte bieten zudem einen Finanzierungsplan an, durch den die Behandlung erschwinglicher wird.

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