Kataraktoperation – Schritt für Schritt – Risiken und Kosten

Leitfaden für Interessenten einer Kataraktoperation

Eine Operation ist heute die einzige effektive Methode, um Katarakt (grauen Star) zu behandeln. Diese gilt weithin als sicher und zuverlässig. Tatsächlich handelt es sich dabei um den am häufigsten durchgeführten operativen Eingriff weltweit. Während der Operation wird die natürliche Linse entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt, die sogenannte Intraokularlinse (IOL). Dieses Verfahren ist gut etabliert und wird mithilfe neuer Technologien kontinuierlich weiterentwickelt. So gibt es neue Arten von Intraokularlinsen und präzisere Geräte für die Diagnose und bildgebenden Verfahren.

Die Entfernung einer Katarakt liefert gute und dauerhafte Ergebnisse. Die Sehqualität der meisten Menschen verbessert sich nach der Operation schnell. Doch wie bei jedem operativen Eingriff sollten dabei einige Dinge berücksichtigt werden. Lesen Sie die folgenden Abschnitte und erfahren Sie mehr über den Ablauf der Kataraktoperation und was bei jedem einzelnen Schritt des Eingriffs geschieht.

Bei der Katarakt trübt sich die natürliche Linse des Auges allmählich und beeinträchtigt das Sehvermögen. Die trübe Linse muss entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt werden, um die Sehqualität wiederherzustellen. Erfahren Sie im Video, wie sich die Augenlinse verändert und wie die Operation abläuft.

Durchführung der Operation

Das geschieht während der Behandlung

Die Kataraktoperation hat sich seit Jahren als sichere und effektive Behandlungsmethode von Katarakt bewährt. Als weltweit am häufigsten durchgeführter chirurgischer Eingriff ist sie eine Routinebehandlung, die in der Regel ambulant erfolgt. Der Eingriff dauert zwischen 15 und 30 Minuten. Die Operation wird jeweils nur an einem Auge durchgeführt. Das zweite Auge, sofern es auch von Katarakt betroffen ist, wird normalerweise einige Tage bis zu ein paar Wochen später behandelt.

Hier wird Schritt für Schritt erläutert, was vor und während des Eingriffs geschieht – von der Vorbereitung zu Hause bis zum Verlassen des OP-Saals.

Vorbereitungen am Tag der Operation

Am Tag der Operation sollten Sie einige Dinge beachten:

  • Verzichten Sie auf Cremes, Make-up, Aftershave und Parfüm.
  • Tragen Sie bequeme Kleidung.
  • Nehmen Sie spätestens fünf Stunden vor dem Eingriff eine leichte Mahlzeit zu sich und trinken Sie ausreichend, damit ein stabiler Kreislauf während der Operation gewährleistet ist.
  • Organisieren Sie sich für nach dem Eingriff eine Rückfahrt.

Für den Eingriff werden Sie auf einem Operationstisch liegend in den OP-Saal gebracht. Bei diesem Verfahren sind im Allgemeinen keine Nähte notwendig, was eine schnellere Heilung begünstigt. Nach einer kurzen Beobachtungsphase werden Sie noch am Tag der Operation nach Hause entlassen.

Ablauf der Kataraktoperation

Das erwartet Sie

1. Messung

Messung des Auges vor der Kataraktoperation

Zunächst wird Ihr Auge einige Tage oder Wochen vor der Operation präzise vermessen, um die korrekte Brechkraft für die Intraokularlinse zu ermitteln.

2. Anästhesie

Betäubung des Auges

Direkt vor dem Eingriff erhalten Sie eine Spritze oder Tropfanästhesie, um das Auge zu betäuben, damit der Eingriff schmerzfrei erfolgen kann. Eine Lidsperre verhindert, dass Sie während der Operation blinzeln. Außerdem werden Ihre Augenlider und die umliegende Haut desinfiziert.

3. Schnitt in die Hornhaut

Schnitt in die Hornhaut

Der Chirurg führt einen kleinen Schnitt von etwa 2-3 mm in der Hornhaut, durch den die Intraokularlinse ins Auge eingeführt wird.

4. Schutz des Augeninneren

Schutz des Augeninneren

Um die intraokulären Strukturen zu schützen und Raum für die Operationsinstrumente zu schaffen, wird eine geleeartige Substanz, die als Viskoelastikum (OVD) bezeichnet wird, in das Auge injiziert. Das OVD schützt während des Eingriffs das Endothel der Hornhaut und anderes Gewebe, indem es die Interaktion zwischen Gewebe und Instrumenten auf ein Minimum reduziert.

5. Öffnen des Kapselsacks

Öffnen des Kapselsacks

Mit einem feinen Skalpell erzeugt der Chirurg eine kleine Öffnung im Kapselsack, in dem sich die natürliche Linse befindet.

6. Phakoemulsifikation

Phakoemulsifikation

Die trübe Linse wird aufgeweicht und dann mit einer kleinen Hohlnadel, der sogenannten „Phakospitze“, durch hochfrequente Ultraschallenergie zerkleinert. Sie wird durch eine schonende Absaugung entfernt. Dieser Schritt wird Phakoemulsifikation genannt.

7. Einsetzen der IOL

Einsetzen der IOL

Die Intraokularlinse wird anschließend sorgfältig im Kapselsack an der Stelle positioniert, wo sich die ursprüngliche Linse befand. Der Schnitt heilt von selbst.

8. Postoperativer Augenschutz

Postoperativer Augenschutz

Der Chirurg bringt nach dem Eingriff eine Augenklappe über Ihrem Auge an.

Nach der Operation

Das erwartet Sie nach einer Kataraktoperation

Die Erholung nach der Kataraktoperation erfolgt vergleichsweise schnell – sie kann einige Tage, aber auch bis zu einem Monat dauern. Dies ist bei jedem Patienten unterschiedlich. Sie werden nach der Operation sofort eine deutliche Verbesserung des Sehvermögens feststellen. Doch möglicherweise sehen Sie zunächst verschwommen und fühlen sich unwohl. Es kann einige Tage dauern, bis sich das Auge daran gewöhnt hat und sich die Sehqualität verbessert. Bifokale und trifokale Linsen bedürfen in der Regel einer längeren Anpassungszeit von mehreren Wochen oder Monaten, bevor sich die Sehqualität vollständig verbessert.

Damit der Erholungsprozess optimal verläuft, sollten Sie die Anweisungen Ihres Arztes genau befolgen, wie Sie Ihr Auge nach dem Eingriff schützen. Sie sollten auch alle Folgeuntersuchungen wahrnehmen.

Erste Schritte nach der Operation

Diese Anweisungen sollten Sie nach der Operation berücksichtigen:
 
  • Lassen Sie sich nach dem Eingriff von jemandem nach Hause fahren.
  • Versuchen Sie danach etwas zu schlafen, damit Sie Ihre Augen geschlossen halten und diese sich erholen können.
  • Widerstehen Sie dem Drang, sich das Auge zu reiben, falls dieses juckt.
  • Falls Sie Unwohlsein oder leichte Schmerzen verspüren, bitten Sie Ihren Arzt um Augentropfen oder ein nicht verschreibungspflichtiges leichtes Schmerzmittel.
  • Schildern Sie dem Arzt bei der Folgeuntersuchung Ihre Symptome.
Patient im Gespräch mit einem Augenarzt
Folgeuntersuchung nach der Kataraktoperation

Unmittelbar nach der Operation

Nach dem Eingriff wird Ihnen unter Umständen empfohlen, ein paar Tage lang eine Augenklappe oder einen ähnlichen Schutz zu tragen. Zusätzlich wird Ihnen der Augenarzt gegebenenfalls Tropfen oder andere Medikamente verschreiben, um möglichen Infektionen vorzubeugen und den Augeninnendruck zu kontrollieren. Achten Sie darauf, dass Sie diese Medikamente genau nach Vorschrift einnehmen.
Arzt verschreibt einem Patienten Augentropfen
Um Infektionen vorzubeugen können nach der Operation Augentropfen eingesetzt werden.

Entspannung führt zu schneller Erholung

Die Ärzte empfehlen Ihnen möglicherweise, zu entspannen und anstrengende Aktivitäten zu meiden, wie Bücken, Heben oder Sport, sowie Ihre Augen ein paar Wochen lang allgemein nicht zu überanstrengen. Vermeiden Sie, sich das Auge zu reiben oder zusätzlichen Druck darauf auszuüben. In der ersten Woche nach der Operation sollten Sie nicht zum Schwimmen gehen oder baden, um das Infektionsrisiko gering zu halten. Darüber hinaus sollten Sie Augenreize durch Schmutz, Staub und Wind vermeiden. Außerdem sollten Sie darauf verzichten, sich die Haare zu waschen.

Innerhalb weniger Stunden nach der Operation sollten Sie wieder in der Lage sein, kurze Zeit am Computer zu arbeiten oder fernzusehen. Sie sollten jedoch Lesen und andere Aktivitäten vermeiden, die Ihre Augen in den ersten Tagen nach dem Eingriff stark beanspruchen könnten.

Älteres Paar beim Entspannen
Gönnen Sie Ihren Augen nach der Operation etwas Ruhe

Folgeuntersuchungen

Normalerweise möchte sich der Arzt Ihr Auge innerhalb von 24 Stunden nach der Operation ansehen. Ihr Sehvermögen und Ihr Augendruck werden überprüft und Sie erhalten Anweisungen, wie Sie die verschriebenen Tropfen anwenden müssen. Sie sehen unmittelbar nach dem Eingriff womöglich verschwommen, doch Ihr Sehvermögen wird sich in den ersten Tagen nach der Behandlung verbessern.

In den folgenden Wochen erfolgen normalerweise weitere Untersuchungen, um den Heilungsprozess zu überwachen, bis sich die Sehleistung vollkommen stabilisiert hat. Je nach Art der Intraokularlinse  sind bis zu vier Folgeuntersuchungen innerhalb des ersten Monats nach der Operation üblich. Die letzte Folgeuntersuchung findet einen Monat nach der Kataraktentfernung statt.
Folgeuntersuchung des Auges
Im ersten Monat nach der Kataraktoperation können bis zu vier Folgeuntersuchungen notwendig sein.

Regelmäßige Untersuchungen

Nach den Folgeuntersuchungen müssen Sie nur noch regelmäßige Kontrolluntersuchungen bei Ihrem Augenarzt wahrnehmen, wie Sie dies vor der Operation auch schon getan haben.

Falls bei beiden Augen eine Operation erforderlich ist, wartet Ihr Arzt normalerweise mindestens ein paar Tage oder bis zu zwei Wochen, bis sich das erste Auge erholt hat, bevor er den Eingriff am zweiten Auge vornimmt. Falls nach der Operation noch immer eine sichtkorrigierende Brille erforderlich ist, sollte diese erst vier bis sechs Wochen nach dem Eingriff verschrieben werden.

Bei folgenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt informieren:
  • Starke Schmerzen im Auge
  • Wiederkehrende Rötung des Auges
  • Ungewöhnliche Kopfschmerzen oder Übelkeit
  • Erhebliche Verschlechterung des Sehvermögens
  • Lichtblitze oder eine deutliche Zunahme an „Mückensehen“ im Sichtfeld
 
Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt
Nach der Kataraktoperation werden regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt empfohlen.

Komplikationen nach einer Kataraktoperation

Mögliche Risiken und Nebenwirkungen

Die Operation ist ein bewährtes und etabliertes Verfahren, das sicher und für den Körper wenig belastend ist. Die meisten Patienten entscheiden sich aus den folgenden Gründen für eine Operation:

  • Bessere Sehqualität
  • Größere Mobilität und Unabhängigkeit
  • Befreiung von der Angst, zu erblinden

Wie alle operativen Eingriffen ist das Verfahren jedoch nicht völlig frei von Risiken und Nebenwirkungen. Ihr Augenarzt kann Ihnen alle potenziellen Risiken erläutern und entscheiden, ob eine Kataraktoperation für Sie infrage kommt.

Vor der Operation findet eine ärztliche Besprechung mit dem Chirurgen und dem Anästhesisten statt
Besprechen Sie potenzielle Risiken mit Ihrem Arzt.

Allgemeine Risiken und Komplikationen

Da es sich um eine der häufigsten Arten von Operationen handelt, haben viele Chirurgen bereits mehrere Tausend Operationen erfolgreich durchgeführt. Die Wahl eines erfahrenen Chirurgen kann sich positiv auf das Operationsergebnis auswirken und Ihnen ein sicheres Gefühl geben.
 
Einer Studie zufolge sind 95 Prozent der Erwachsenen mit ihrem Ergebnis zufrieden. Wie bei jedem operativen Verfahren können die möglichen Nebenwirkungen Schmerzen, Infektionen oder Schwellungen umfassen. Doch nur bei sehr wenigen Patienten gibt es schwerwiegende Komplikationen. Treten diese auf, können die meisten erfolgreich mit Medikamenten oder einem weiteren Eingriff behandelt werden. Um das Risiko von Komplikationen nach dem Eingriff zu senken, sollten Sie die Anweisungen Ihres Chirurgen befolgen und ungewöhnliche Symptome sofort melden.
 
Es gibt einige Nebenwirkungen, die unmittelbar nach der Operation auftreten können:

Infektionen und leichte Komplikationen

Nach einer Kataraktoperation besteht das Risiko einer Infektion und unter Umständen benötigen Sie Augentropfen zur Behandlung. Suchen Sie einen Augenarzt auf, wenn Sie übermäßig starke Schwellungen oder andere unerwünschte Nebenwirkungen feststellen. Andere mögliche Komplikationen sind weniger schwerwiegend und können Folgendes umfassen:
  • Schwellungen
  • Erhöhter Augeninnendruck
  • Hängendes Lid
Leichtere Komplikationen klingen in der Regel mit Medikamenten und längerer Heilungszeit ab. Informieren Sie Ihren Augenarzt umgehend, wenn Sie Veränderungen feststellen. Er kann Ihren Heilungsprozess mitverfolgen und entscheiden, ob Sie Medikamente benötigen.
Arzt im Gespräch mit einer Patientin
Melden Sie jede Komplikation nach der Operation Ihrem Arzt.

Lichtphänomene nach der Operation

Einige Patienten erleben direkt nach der Kataraktoperation visuelle Phänomene, wie Blendeffekte oder Halos, insbesondere bei dunklen Lichtverhältnissen. Halos sind helle Höfe um eine Lichtquelle, wie um einen Autoscheinwerfer. Blendeffekte werden wiederum von Licht verursacht, das ins Auge einfällt und das Sehvermögen beeinträchtigt. Dieses Phänomen tritt eher tagsüber auf.

Die Phänomene treten beispielsweise beim Autofahren nachts auf oder bei künstlichem Licht im Dunkeln. Sie lassen normalerweise in den Wochen oder Monaten nach dem Eingriff nach, da sich das Gehirn an die Intraokularlinse gewöhnt und diese Effekte ausgleicht. Die meisten Patienten empfinden die Lichtphänomene nicht als störend.

Lassen Sie sich von Ihrem Augenarzt untersuchen, wenn Sie auch nach abgeschlossenem Heilungsprozess Lichtphänomene wahrnehmen.

Älteres Paar im Restaurant
Nach einer Kataraktoperation können einige der Lichtphänomene im Dunkeln wahrgenommen werden.

Hintere Kapseltrübung

Die hintere Trübung der Linsenkapsel (Posterior Capsule Opacity, PCO) ist eine der häufigsten Komplikationen nach Kataraktoperationen. Sie kommt zustande, wenn während der Operation Linsen-Epithelzellen auf der Kapsel wachsen und sich vermehren. Diese Zellen können zur Linsenkapsel wandern, wo sie sich der Sehachse nähern und dadurch zu einer Seheinschränkung führen können. Auch wenn PCO oft als „Nachstar“ bezeichnet wird, ist es keiner. Sobald eine grauer Star einmal entfernt wurde, bildet er sich nicht wieder.

Glücklicherweise lässt sich eine PCO leicht mit einem YAG-Laser behandeln. Dabei handelt es sich um einen speziellen Laser mit einem YAG-Kristall, der in der Medizin häufig eingesetzt wird. Ihr Augenarzt kann diesen Eingriff in seiner Praxis durchführen. Es ist ein sehr effektiver, schmerzfreier Eingriff, der nur wenige Minuten dauert.

Bei den meisten Menschen verbessert sich das Sehvermögen innerhalb eines Tages. Falls Sie nach der IOL-Operation eine andauernd schlechte Sehqualität feststellen, besprechen Sie mit Ihrem Augenarzt die nächsten möglichen Schritte.

Kosten der Kataraktoperation

Welche Rolle sollte der Preis spielen?

Falls Sie beabsichtigen, Ihre Fehlsichtigkeit korrigieren zu lassen, sollten Sie bedenken, dass es keinen Standardpreis für eine Kataraktoperation gibt. Der Preis kann erheblich schwanken und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Während Sie die Preise zunächst vielleicht als sehr hoch empfinden, sollten Sie bedenken, dass es sich um eine einmalige Investition in Ihre Sehqualität handelt. Darüber hinaus werden die Kosten der Operation vermutlich von Ihrer Krankenkasse übernommen.

Übernimmt meine Krankenkasse die Kosten der Operation?

Ob die Kosten der Kataraktoperation von der Krankenkasse übernommen werden, hängt von der jeweiligen Krankenkasse sowie vom nationalen oder regionalen System ab. Eine Basisoperation zur Behandlung von Katarakt wird aus medizinischer Sicht oftmals als notwendig erachtet und von der Krankenkasse übernommen. Falls Sie jedoch beabsichtigen, sich eine IOL einsetzen zu lassen, welche die Presbyopie (Alterssichtigkeit) korrigiert, sollten Sie sich bei Ihrer Krankenkasse erkundigen, ob diese für eine „Premiumlösung“ aufkommt.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder der Krankenkasse, um Ihre Möglichkeiten abzuwägen. Einige Ärzte bieten einen Finanzierungsplan an, durch den die Kataraktoperation erschwinglicher wird.

Überlegungen in Bezug auf die Kosten

Die Kosten der Kataraktoperation hängen von mehreren Faktoren ab:

  • Behandlungsverfahren
  • Art der verwendeten Intraokularlinse
  • Standort
  • Vor- und Nachsorge
  • Enthaltene Leistungen

Es empfiehlt sich, ein persönliches Beratungsgespräch zu vereinbaren oder persönlich in der Klinik anzurufen, falls Sie Fragen zum Preis haben. Wenn Sie mit einem Augenarzt oder einem Vertreter der Klinik sprechen, können Sie sich auch erkundigen, ob der Preis für ein Auge oder beide Augen gilt, welche Untersuchungen eingeschlossen sind und welche zusätzlichen Leistungen angeboten werden.

Beratungsgespräch mit dem Augenarzt
Fragen Sie Ihre Ärzte, welcher Leistungsumfang im Preis der Operation enthalten ist.

Überlegungen bei der Wahl der Klinik

Jeder hat seine eigenen Prioritäten bei der Kataraktoperation. Einige Patienten bevorzugen Kliniken in ihrer Nähe, anderen ist ein früher Termin wichtig. Viele Patienten suchen eine Klinik nach den unten aufgeführten Faktoren aus:

  • Fachlicher Schwerpunkt: Schwerpunkt der Klinik und die fachlichen Qualifikationen und die Ausbildung des Chirurgen
  • Erfahrung: die Anzahl der durchgeführten Operationen
  • Verfügbarkeit: die Möglichkeit, den potenziellen Chirurgen beim Beratungsgespräch kennenzulernen, unmittelbar vor der Operation zu sprechen sowie dessen Flexibilität (z. B. Termine am Abend, wenn Sie berufstätig sind)
  • Angebot: Art der angebotenen Intraokularlinsen und ob die richtige für Sie dabei ist
  • Beziehung: Vertrauen zum Arzt und Zufriedenheit mit den Antworten, die Sie auf Ihre Fragen erhalten
  • Preis: ob und in welchem Umfang der Preis die Vor- und Nachsorge umfasst
  • Empfehlungen: Bewertungen der Klinik und Empfehlungen von Augenärzten oder Patienten
  • Standort: Entfernung der Klinik von Ihrem Wohnort, was sich auf die Kosten durch zusätzliche Reise- und Hotelkosten auswirken könnte. Je nachdem, in welcher Region oder welchem Land Sie leben, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Behandlung ganz oder nur anteilig
Paar auf der Suche nach der richtigen Klinik
Verschiedene Überlegungen spielen bei der Wahl der Klinik eine Rolle.

Überlegungen bei der Wahl der IOL

Die Art der Linse, die anstelle der Augenlinse implantiert wird, hat mit den größten Einfluss auf das Ergebnis der Operation. Es gibt heutzutage unterschiedliche Arten von Intraokularlinsen.
 
Neben dem Standard der monofokalen IOL, die normalerweise von der Krankenkasse übernommen werden, gibt es heute innovativere IOL, die weitere Brennpunkte bieten. Sie ermöglichen klares Sehen ohne Brille auf verschiedenen Entfernungen. Bifokale IOL, EDoF-IOL und trifokale IOL fallen in diese Kategorie, die normalerweise nicht von der Krankenkasse übernommen wird.
 
Innovative IOL können auch zusätzliche Eigenschaften aufweisen, sodass sie den individuellen Anforderungen des jeweiligen Patienten besser entsprechen, wie asphärische und torische IOL. Sie werden verwendet, um das Kontrastsehen zu verbessern und um Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) zu korrigieren.
 
Allgemein gilt: Je größer die Unabhängigkeit von der Brille und je höher die Sehqualität durch die Intraokularlinse, umso höher ist der Preis für das Implantat. Wenn Sie sich für eine IOL entscheiden, mit der Sie trotzdem noch auf eine Brille angewiesen sind, sollten auch die entstehenden Kosten der Brille bzw. anderer Sehhilfen berücksichtigen.
Arzt spricht mit einer Patientin über Linsen
Die Art der gewählten IOL beeinflusst den Preis der Operation.
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