Mit Brille in Videokonferenzen gut aussehen

In Videocalls, virtuellen Workshops und Online-Meetings können Reflexe auf der Brille stören. Wir verraten, wie Sie Spiegelungen minimieren und vor der Webcam oder auch auf Fotos besser aussehen.

Videokonferenzen, Online-Meetings, virtuelle Workshops – für viele Menschen rund um den Globus sind sie in den vergangenen Monaten zur alltäglichen Normalität geworden. Und für Brillenträgerinnen und Brillenträger hat sich durch die Verlagerung der Arbeit ins Homeoffice und vor die Webcam eine neue Herausforderung ergeben.

Ob Zoom, Microsoft Teams, Google Meet oder Skype for Business: In Web-Meetings spiegeln oder reflektieren Brillengläser das Licht von Monitoren, Fenstern und Lampen. Das stört nicht nur diejeinigen, die Brille tragen, sondern auch die anderen Teilnehmerinnen/Teilnehmer der Webkonferenz.

Heute sind in Deutschland zwar die meisten Brillengläser entspiegelt – doch abhängig von der Beschichtung weisen entspiegelte Gläser mehr oder weniger starke Restreflexe auf. Je nach Art der Entspiegelung schimmern sie grün, blau oder blau-violett. Oft hängt das mit dem heute in vielen Gläsern integrierten Blaulichtschutz zusammen.

Wer seine Augen vor blauem Licht schützen und besser in Videokonferenzen wirken möchte, hat heute glücklicherweise verschiedene Möglichkeiten, störende Spiegelungen auf dem Brillenglas zu reduzieren. Wir verraten, was alle Brillenträgerinnen und Brillenträger für den optimalen Auftritt in Web-Meetings wissen sollten.

Martin Goldmann erläutert, warum Restreflexe von Brillengläsern in Videokonferenzen stören, warum Blaulichtfilter Sinn machen und welche moderne Brillenglaslösung es schafft, die Restreflexe zu minimieren. Dazu gibt er am Ende des Videos Tipps und Tricks, wie man trotz Brille optimal für andere gut sichtbar ist.
(mp4 / Länge Min. 03:27)


Mehr als nur eine Entspiegelung: Schutz vor Blaulicht wird wichtiger

Eine Brillenglas-Entspiegelung hat heute viele Funktionen. So werden Kunststoffbrillengläser durch eine Beschichtung gehärtet, sie sind schmutzabweisender und leichter zu reinigen.

Für alle, die Computer und Smartphones nutzen, wird eine ganz besondere Entspiegelung immer wichtiger: der Blaulichtschutz.

Displays von digitalen Geräten strahlen oberhalb des UV-Spektrums in einem Wellenlängenbereich von 400 bis 455 Nanometern (nm) energiereiches blaues Licht aus, das die Augen ermüden und für gestresstes Sehen sorgen kann. Es steht sogar im Verdacht, die Netzhaut zu schädigen, wobei es hierfür noch keine eindeutige Studienlage gibt.

Martin Goldmann erklärt, warum blaues Licht potentiell schädlich für unsere Augen sein kann.
(mp4 / Länge Min. 00:57)

 

So schützen Brillengläser vor blauem Licht von Computern und Smartphones

Damit dieses energiereiche blaue Licht nicht ungehindert in unsere Augen gelangt, bieten manche Beschichtungen einen Blaulichtfilter, der für gewöhnlich Teile des blauen Lichts im Wellenlängenbereich von 400 bis 455 nm herausfiltert, nicht aber das gesamte Spektrum von 380 bis 500 nm blockt.

Den gesamten Blaulichtbereich herauszufiltern würde einerseits die Wahrnehmung der Farben negativ beeinflussen und zu starken Reflexionen führen, andererseits den nützlichen Anteil des blauen Lichts oberhalb von 455 nm reduzieren. Oberhalb der 450 nm hat blaues Licht nämlich auch positive Eigenschaften, zum Beispiel für die Schärfewahrnehmung und für unseren Wach-Schlaf-Rhythmus.

Und so funktioniert das Filtern: Eine sogenannte Funktionsbeschichtung auf den Gläsern reflektiert Teile des potenziell schädlichen blauen Lichts und verhindert so das Eindringen ins Auge. Doch diese Reflektionen schaffen ein neues Problem. Sie sind in der Kamera sichtbar und überstrahlen teils die Augen.

Gut sehen und gut gesehen werden in Videokonferenzen

Brillenträgerinnen/Brillenträger erleben also ein kleines Dilemma: Der Schutz der Augen vor Blaulicht ist richtig und wichtig für sie. Aber wenn die Augen aufgrund der reflektierenden Beschichtung für andere nur noch teilweise zu sehen sind, ist das nicht nur ein ästhetisches Problem. Besonders in Innenräumen, in denen LED-Beleuchtungen oder Displays zu den Hauptbeleuchtungsquellen zählen, werden diese Reflexionen deutlich sichtbar.

Einfach ignorieren, ist auch keine Lösung. Denn die Ästhetik, wie andere uns wahrnehmen, spielt in Video-Konferenzen eine wichtige Rolle. Vor allem, weil die Gestik als weitere kommunikative Ausdrucksmöglichkeit teilweise verloren geht. Und: Es ist auch nicht zu leugnen, dass stark reflektierende Brillengläser irritieren und ablenken können und so die Konzentration der anderen Teilnehmerinnen/Teilnehmer unter Umständen beeinträchtigt wird.

Die Lösung wären also Brillengläser, die so wenig Restreflexionen wie möglich hervorrufen. Eine solche Lösung hat ZEISS mit ZEISS BlueGuard entwickelt. Hier ist der Blaulichtschutz nicht mehr Teil der Beschichtung, sondern steckt im Glasmaterial selbst. In ihm befinden sich Partikel, die Teile des potenziell schädlichen blauen Lichts nicht reflektieren, sondern blocken. Im Ergebnis führt das zu einer bestmöglichen Transmission und damit Klarheit der Gläser bei deutlich geringeren sichtbaren Reflexionen von digitalem Blaulicht.

Martin Goldmann stellt ZEISS BlueGuard Brillengläser vor, die eine neue Art von Blaulichtschutz im Brillenglas bieten und deutlich weniger Restreflexe aufweisen. Sie machen z.B. Videokonferenzen deutlich angenehmer - für Brillenträgerinnen und Brillenträger wie für die anderen Teilnehmerinnen/Teilnehmer.
(mp4 / Länge Min. 1:00)

Tipps: So vermeiden Sie Spiegelungen und Reflexe im Brillenglas

Ganz vermeiden lassen sich Restreflexionen auf den Brillengläsern leider nicht. Aber mit Lösungen wie ZEISS BlueGuard plus ein paar wenigen Tipps und Kniffen, die jede/jeder in Video-Konferenzen beherzigen kann, lässt sich vor jeder Videokamera eine gute Figur machen.

DIE RICHTIGE KAMERAPOSITION

Die Kamera ist entscheidend für die Ästhetik Ihres Video-Auftritts. Von der Kameraposition hängt mit ab, wie Sie wahrgenommen werden.

TIPPS FÜR DIE RICHTIGE KAMERAPOSITION

  • Achten Sie darauf, die Kamera auf Augenhöhe zu positionieren.
  • Falls Sie ein Notebook haben, stellen Sie es auf ein paar Bücher oder einen Notebook-Ständer, bis die Webcam auf Augenhöhe ist.

WARUM IST DIE KAMERAPOSITION WICHTIG?

  • Notebooks stehen meist so, dass die eingebaute Webcam Sie von unten aus der Froschperspektive filmt.
  • Aus der Froschperspektive wirken Sie für die anderen Teilnehmenden groß und übermächtig. Sie blicken gleichsam auf Ihre Kolleginnen und Kollegen herab.

DAS SOLLTEN SIE AUCH NOCH WISSEN

Falls Sie eine externe Webcam oder eine andere Kamera verwenden, können Sie die auf einem Fotostativ montieren. Das Stativ stellen Sie hinter dem Monitor auf und stellen es so ein, dass die Kamera auf Augenhöhe ist.
 

DIE RICHTIGE BELEUCHTUNG

Die Beleuchtung entscheidet darüber, ob Sie a) überhaupt zu sehen sind und b) wie Sie vor der Kamera wirken. Licht, Schatten und Reflexionen tragen entscheidend zur Ästhetik Ihres Kamera-Auftritts bei.

TIPPS ZUR RICHTIGEN BELEUCHTUNG

Beim Beleuchten können Sie auf zwei Lichtquellen setzen: natürliches Licht, also das Tageslicht aus dem Fenster, oder auf Kunstlicht.

NATÜRLICHES LICHT RICHTIG EINSETZEN

  • Setzen Sie sich so hin, dass Sie auf ein Fenster blicken. Dann sitzen Sie richtig, damit Licht aus dem Fenster auf Sie scheint.
  • Platzieren Sie die Kamera oder Webcam so, dass sie zwischen Ihnen und dem Fenster steht und auf Sie gerichtet ist.
  • Falls das Gesicht immer noch zu dunkel erscheint, rücken Sie näher an das Fenster.
  • Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung. Direktes Sonnenlicht hellt Ihr Gesicht so stark auf, dass die Kamera nur weiße Flecken sieht.

KÜNSTLICHES LICHT RICHTIG NUTZEN

  • Falls das vorhandene Licht nicht ausreicht, helfen Sie mit einer Leuchte nach. LED-Flächenleuchten mit Stativ gibt es bereits ab etwa 100 Euro.
  • Positionieren Sie die Lampe so, dass das Licht aus einem Winkel von 25 bis 40 Grad von oben auf Sie leuchtet. Das erzeugt schöne Schatten unter Nase und Kinn. Die heben die Konturen Ihres Gesichts schön hervor.

WARUM IST LICHT WICHTIG?

Ist Ihr Gesicht zu dunkel, können andere darin keine Reaktion sehen. Denn im Dunklen ist Ihr Gesichtsausdruck, die Mimik, nicht zu erkennen.

DAS SOLLTEN SIE AUCH NOCH WISSEN

  • Auch Ihr Bildschirm wirkt als Lichtquelle. Er kann störende Reflexionen auf der Brille erzeugen (mehr dazu unter „Spiegelungen vermeiden“).
    Verwenden Sie möglichst einen Dark-Mode um den Bildschirm als Licht- und Reflexionsquelle zu reduzieren.
  • Achten Sie auf starke Lichtquellen im Hintergrund, zum Beispiel weitere Fenster in Ihrem Raum. Die können die Belichtungsautomatik Ihrer Kamera durcheinanderbringen. Als Folge dunkelt die Kamera alles ab – auch Sie im Vordergrund.

BLENDUNGEN VERMEIDEN

Blendungen irritieren, stören und lenken ab. Für eine gute Video-Konferenz sollten Sie Ihren Arbeitsplatz so einrichten, dass Sie nicht geblendet werden.

TIPPS GEGEN BLENDUNGEN

  • Vermeiden Sie starke Lichtquellen, die Ihnen direkt ins Gesicht scheinen. Auch ein Fenster direkt hinter dem Computer kann blenden – selbst wenn es als Lichtquelle erwünscht ist. Die richtige Dosis ist wichtig. Lassen Sie gegebenenfalls die Jalousien ein wenig herunter, um Augenstress zu vermeiden.
  • Falls Sie sich selbst mit einer Lampe beleuchten (siehe oben „Die richtige Beleuchtung“), dimmen Sie die Lampe etwas herunter, so dass Sie noch hell genug sind, aber Ihre Augen nicht stresst.
  • Drehen Sie gegebenenfalls die Helligkeit Ihres Monitors herunter.
  • Schalten Sie, falls möglich, den Dark-Mode Ihres Computers ein. Der dunkelt den Bildschirm ab und reduziert Blendungen.

WARUM IST ES WICHTIG, BLENDUNGEN ZU REDUZIEREN?

Grelle Lichtquellen strengen an. Das ist besonders dann der Fall, wenn hohe Kontraste zwischen Hell und Dunkel entstehen. Denn die Augen müssen sich dann ständig zwischen grellem und dunklem Licht umstellen.

BRILLEN-SPIEGELUNGEN VERMEIDEN

Starke Reflexe auf Brillen sehen nicht gut aus. Sie verhindern, dass andere in der Videokonferenz Ihre Augen sehen. Viele Brillengläser mit Blaulicht-Filter weisen starke Reflektionen auf. Hier Tipps, was Sie gegen die Reflexionen unternehmen können, um besser auszusehen.

TIPPS, UM BRILLEN-SPIEGELUNGEN ZU VERMEIDEN

  • Falls Sie eine Lichtquelle verwenden, bauen Sie die so auf, dass Sie von schräg oben auf Sie leuchtet. So verhindern Sie starke Reflexionen.
  • Dimmen Sie nach Möglichkeit den Bildschirm Ihres Computers herunter, um Reflexionen des Bildschirms in Brillengläsern zu verringern.
  • Wenn Sie eine Brille mit Blaulichtschutz kaufen, achten Sie auf die richtigen Gläser.
  • Einfache Brillengläser mit Blaulichtschutz haben zwar eine gute Wirkung gegen potenziell schädliches blaues Licht. Sie weisen aber starke Reflexionen auf.
  • Die BlueGuard-Gläser von ZEISS erzeugen bis zu 50 Prozent geringere Reflexionen, weil sie das potenziell schädliche blaue Licht absorbieren, statt es zurückzuwerfen. Mit BlueGuard-Gläsern sehen Sie besser aus und sind besser zu erkennen.

WARUM IST ES WICHTIG, REFLEXIONEN ZU VERMEIDEN?

Bei Online-Meetings fehlen viele Kommunikationswege: Wir sehen weniger Gestik und weniger Körper-Signale, um die Stimmung der anderen wahrzunehmen. Und das Bild in einer Videokonferenz ist ohnehin schon klein und grobkörnig.
Starke Brillenreflexionen verhindern, dass Ihnen die Anderen in die Augen sehen können. Deshalb sollten Sie Brillenreflexionen reduzieren.

DAS SOLLTEN SIE AUCH NOCH WISSEN

  • Viele Gläser mit Blaulichtschutz haben eine Beschichtung, die das potenziell schädliche blaue Licht reflektiert.
  • Die Brillengläser von Zeiss BlueGuard haben hingegen einen im Glas integrierten Schutz. Spezielle Pigmente absorbieren das Licht.
  • Im Ergebnis vermindert sich die Reflexion der Brillengläser um bis zu 50 Prozent bei gleichem Schutz gegen potenziell schädliches Blaulicht.

In diesem Video fasst Martin Gold seine Tipps, wie Brillenträgerinnen und Brillenträger die restlichen Reflektionen der Brillengläser noch los werden, noch einmal übersichtlich und anschaulich zusammen:


Ihr Pressekontakt zu ZEISS Vision Care

M. Kapsegger
Kontakt

Miriam Kapsegger
miriam .kapsegger @zeiss .com

Telefon: + 49 (0) 7361 591-1261

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