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ZEISS Visual Perception Study 2025: Wie Unschärfe im Brillenglas die kognitive Belastung beeinflussen kann

Die ZEISS Visual Perception Study verdeutlicht mittels Gehirnstrommessungen (EEG), wie eng klares Sehen und kognitive Verarbeitung miteinander verbunden sind.
16. Juli 2026

Unschärfe im Brillenglas kann die kognitive Belastung erhöhen, weil das Gehirn unvollständige visuelle Informationen stärker ausgleichen muss. Die ZEISS Visual Perception Study 2025 zeigt dies sowohl subjektiv über den NASA Task Load Index (NASA-TLX) als auch objektiv über EEG-Messungen mit erhöhter Theta-Aktivität im vorderen Gehirnbereich. Das Ergebnis macht deutlich: Je klarer visuelle Inhalte erfasst werden, desto weniger muss das Gehirn fehlende Information ausgleichen. Dadurch kann das Arbeitsgedächtnis entlastet und die kognitive Belastung reduziert werden.

Die ZEISS Visual Perception Study 2025 wurde am ZEISS Vision Science Lab, einer Industry-on-Campus Kooperation von Carl Zeiss Vision International GmbH und der Universität Tübingen, durchgeführt. Die wissenschaftliche Studie zeigt durch den EEG-basierten Forschungsansatz erstmals, dass optische Klarheit und die sogenannte kognitive Belastung (Cognitive Load) eng verbunden sind.

EEG steht für Elektroenzephalogramm, eine wissenschaftliche Methode zur Aufzeichnung der elektrischen Aktivität des Gehirns. Mithilfe von EEG-Messungen konnten die Wissenschaftler:innen nachweisen, dass unscharfes Sehen mit erhöhter Theta-Aktivität im vorderen Gehirnbereich verbunden ist. Ein Hinweis auf höhere kognitive Verarbeitungslast, den sogenannten Cognitive Load. Mögliche wahrnehmbare Folgen für Brillentragende können Konzentrationsprobleme oder Müdigkeit sein.

Studienergebnis: Unschärfe kann kognitive Belastung erhöhen

  • Unscharfes Sehen erhöht die subjektiv wahrgenommene kognitive Belastung.
  • Verschwommenes Sehen führt auch objektiv messbar zu höherer kognitiver Belastung.
  • Die EEG-Daten zeigten unter unscharfen Sehbedingungen eine erhöhte Theta-Aktivität, insbesondere im vorderen Gehirnbereich.
  • Reduzierte visuelle Informationen durch Unschärfe müssen vom Gehirn stärker kompensiert werden.
  • Durch Brillengläser induzierte Unschärfe kann die kognitive Belastung beeinflussen.

Als zentrale Schlussfolgerung der Studie wird festgehalten, dass brillenglasinduzierte Unschärfe einen Einfluss auf die kognitive Belastung hat. Dies belegten sowohl die subjektiven Fragebogendaten als auch die objektiven EEG-Daten.

Entschlüsselung der visuellen Wahrnehmung: Wie Brillengläser die kognitive Belastung beeinflussen

Einblicke in die ZEISS Studie zur visuellen Wahrnehmung 2025, ZEISS Vision Science Lab (Universität Tübingen, Deutschland)
  • Das Video zeigt, warum Sehen nicht nur im Auge stattfindet, sondern vor allem im Gehirn. Wenn visuelle Information unscharf oder unvollständig ist, muss das Gehirn diese Informationen ergänzen und interpretieren. Das kostet kognitive Ressourcen. Anhand wissenschaftlicher Messmethoden wird erklärt, wie sich dieser Mehraufwand objektiv und subjektiv erfassen lässt – und warum klareres Sehen den Alltag spürbar erleichtern kann.

Produktableitung: ZEISS ClearMind reduziert brillenglasinduzierte Unschärfe in alltagsrelevanten Sehbereichen

Aufbauend auf dieser wissenschaftlichen Studie hat ZEISS mit den ZEISS ClearMind Brillengläsern das erste Brillenglasportfolio entwickelt, in dem Unschärfen in den relevanten Sehbereichen des Alltags reduziert sind und dadurch außergewöhnlich klares Sehen ermöglichen.

Laborversuch: Brillenträger berichteten mit ZEISS ClearMind von geringerer subjektiver Belastung und besserem Fokus

In einer verblindeten Studie mit dem etablierten NASA-TLX zeigte sich, dass neun von zehn Brillentragende mit ZEISS ClearMind Gleitsichtgläsern im Vergleich zu ZEISS Standard-Gleitsichtgläsern tatsächlich weniger kognitive Belastung erlebten. Die subjektiv empfundene Belastung war dabei durchschnittlich um 14 Prozent reduziert.

Der NASA-TLX ist ein etabliertes Verfahren zur subjektiven Bewertung von Arbeitsbelastung. Er betrachtet Belastung mehrdimensional, unter anderem über mentale Anforderung, zeitliche Anforderung, Anstrengung, wahrgenommene Leistung und Frustration. In der Studie wurde damit erfasst, wie belastend Teilnehmende eine alltägliche Aufgabe (Hand-Augen-Koordination) unter unterschiedlichen Sehbedingungen empfanden.

Ergebnisse der Tragestudie

Ergebnis

Wert

Brillentragende mit geringerer subjektiver kognitiver Belastung bei ZEISS ClearMind

9 von 10

Durchschnittliche Reduktion der subjektiv empfundenen Belastung

14 Prozent

Höhere Lidschlagrate mit ZEISS ClearMind Gleitsichtgläsern im Vergleich zu ZEISS Standard-Gleitsichtgläsern1

16 Prozent

Befragte mit bestätigtem sehr gutem Sehen

96 Prozent

Befragte, denen es leichter fiel, fokussiert zu bleiben

75 Prozent

Befragte mit verbesserter Konzentration auf Aufgaben

76 Prozent

Was bedeutet kognitive Belastung?

Kognitive Belastung (Cognitive Load) ist die Menge an geistiger Anstrengung und mentalen Informationen, die das menschliche Arbeitsgedächtnis zu einem bestimmten Zeitpunkt verarbeiten muss. (Quelle: https://www.mcw.edu/-/media/MCW/Education/Academic-Affairs/OEI/Faculty-Quick-Guides/Cognitive-Load-Theory.pdf)

Die Kapazität unseres Arbeitsgedächtnisses ist jedoch begrenzt. Wenn mehr Informationen gleichzeitig verarbeitet oder ergänzt werden müssen, steigt die kognitive Belastung.

Speziell für das Sehen heißt Cognitive Load:

  • Bei unscharfem Sehen erhält das Gehirn weniger klare bzw. unvollständige visuelle Informationen.
  • Das Gehirn muss den Mangel an klarer visueller Information kompensieren. Es muss also aus einem weniger eindeutigen visuellen Input trotzdem eine sinnvolle Wahrnehmung ableiten.
  • Für diese Ausgleichsleistung wird mehr Kapazität des Arbeitsgedächtnisses benötigt. Genau darin liegt die zusätzliche „Arbeit“ des Gehirns bei unscharfem Sehen, die zu der erhöhten kognitiven Belastung führt.
  • Unschärfe im Brillenglas kann also dazu führen, dass das Gehirn mehr kognitive Ressourcen einsetzen muss, um reduzierte visuelle Informationen auszugleichen.
  • Kognitive Belastung bedeutet in diesem Kontext also nicht einfach „Stress“, sondern eine zusätzliche mentale Verarbeitungs- und Kompensationsanforderung.

Warum kann unscharfes Sehen zu erhöhter kognitiver Belastung führen?

Sehen ist kein rein optischer Prozess. Die Augen liefern Signale, die im Gehirn verarbeitet werden.

  • Die Retina ist eng mit dem zentralen Nervensystem verbunden.
  • Visuelle Informationen werden für Erkennen, Orientierung, Aufmerksamkeit und Bewegungseinschätzung weiterverarbeitet.
  • Das Gehirn integriert Sehen mit anderen Sinnesinformationen zu einer kohärenten Wahrnehmung der Umgebung.
  • In unserer visuell reizintensiven Welt muss das Gehirn viele visuelle Informationen filtern und verarbeiten.
  • Unschärfe erhöht den Aufwand, weil Informationen weniger eindeutig sind und stärker interpretiert werden müssen.
  • Besonders relevant sind Unschärfen in häufig genutzten Sehbereichen des Brillenglases (Anm. Nicht jede Unschärfe ist gleich. Nach Atchison gibt es einen Unterschied zwischen wahrnehmbarer, störender und unverträglicher Unschärfe2)

Wenn visuelle Reize unscharf sind, betrifft das kognitive Prozesse wie:

  • Konzentration
  • Aufmerksamkeitssteuerung
  • Aufgabenbearbeitung

Unscharfes Sehen kann also alltägliche Tätigkeiten wie Lesen, Arbeiten am Bildschirm, Orientierung oder Multitasking anspruchsvoller machen und zu erhöhter kognitiver Belastung führen.

In unserer Forschung betrachten wir Sehen nicht nur als optisches, sondern auch als kognitives Phänomen. Nur wenn wir die Bedeutung von Unschärfe für kognitive Prozesse verstehen, können wir Brillentragende in ihren alltäglichen Sehaufgaben optimal unterstützen.

Dr. Yannick Sauer Senior Investigator, ZEISS Vision Science Lab (University of Tübingen)

Wie wurde kognitive Belastung in der ZEISS Visual Perception Study gemessen?

Die ZEISS Visual Perception Study des ZEISS Vision Science Labs an der Universität Tübingen bestand aus zwei Studienteilen:

  1. Untersuchung mittels eines wissenschaftlichen Studienaufbaus, wie unscharfes Sehen die kognitive Belastung beeinflusst.
  2. Vergleich ZEISS ClearMind zu ZEISS Standard-Gleitsichtgläsern bei einem Tragetest mit anschließender Befragung.

In beiden Studienteilen wurden subjektive und objektive Methoden zur Untersuchung der kognitiven Belastung verwendet.

Objektive Messungen:

  • EEG / Elektroenzephalografie: objektive Messung der Gehirnaktivität während visuomotorischer Aufgaben. Die Methode misst elektrische Aktivität im Gehirn nicht-invasiv über Elektroden auf der Kopfhaut. Die Wissenschaftler:innen nutzten EEG, um zu prüfen, ob sich erhöhte kognitive Belastung bei unscharfem Sehen auch neurophysiologisch zeigt.
  • Theta-Aktivität im frontalen/prefrontalen Gehirnbereich: EEG-Indikator für erhöhte kognitive Belastung. Laut der Forschenden steigt diese spezifische Gehirnaktivität mit höherer kognitiver Belastung an. Bei unscharfem Sehen zeigte sich insbesondere im vorderen Teil des Gehirns eine höhere Theta-Aktivität. Ein Hinweis darauf, dass reduzierte visuelle Informationen stärker kompensiert werden mussten.
  • Lidschlagrate: Während erhöhter Konzentration in einer visuellen Aufgabe sinkt die Lidschlagfrequenz üblicherweise. Ein erhöhte Lidschlagfrequenz mit ZEISS ClearMind Gleitsichtbrillengläsern in Vergleich zu ZEISS Standard-Gleitsichtbrillengläsern bestätigt eine geringere kognitive Belastung mit ZEISS ClearMind Gläsern.

Subjektive Messungen:

  • NASA Task Load Index (NASA-TLX): subjektive Messung der kognitiven Belastung per validiertem Fragebogen. Damit wurde erfasst, wie stark die Teilnehmenden eine visuelle Aufgabe unter klaren bzw. unscharfen Sehbedingungen als belastend empfanden. Ergebnis: Bei klarem Sehen ist der NASA-TLX Score geringer und damit auch die kognitive Belastung geringer.

Messungen für den Vergleich ZEISS ClearMind Gleitsichtgläsern zu ZEISS Standard-Gleitsichtgläsern:

  • Eyetracking: Messung der Lidschlagrate beim Vergleich von ZEISS ClearMind Gleitsichtgläsern und ZEISS Standard-Gleitsichtgläsern. In einer verblindeten Untersuchung wurde die Lidschlagrate während einer visuomotorischen Aufgabe aufgezeichnet. Mit ZEISS ClearMind Gleitsichtgläsern war die Lidschlagrate im Durchschnitt 16 Prozent höher als mit ZEISS Standard-Gleitsichtgläsern.

Kurzfazit:
Die Wissenschaftler:innen des ZEISS Vision Science Labs an der Universität Tübingen kombinierten subjektive Belastungsmessung, objektive EEG-Messung und Lidschlagratenmessung per Eyetracking, um den Zusammenhang zwischen brillenglasinduzierter Unschärfe und kognitiver Belastung zu beschreiben.

Wir konnten feststellen, dass bei unscharfem Sehen die kognitive Belastung bei der Ausführung einer Aufgabe höher ist. Das bedeutet, dass das Gehirn mehr Anstrengung aufbringen muss und die kognitive Belastung steigt, wenn das Sehen unscharf ist.

Dr. Rajat Agarwala Senior Investigator, ZEISS Vision Science Lab (University of Tübingen)

Wie prägte die ZEISS Visual Perception Study die Entwicklung von ZEISS ClearMind?

Aus der ZEISS Visual Perception Study wurde für die Entwicklung von ZEISS ClearMind der zentrale Schluss gezogen, dass brillenglasinduzierte Unschärfe nicht nur die Sehqualität beeinflusst, sondern auch die kognitive Verarbeitung im Gehirn belasten kann. Die Studie zeigte, dass unscharfes Sehen mit höherer subjektiver Belastung und erhöhter Theta-Aktivität im vorderen Gehirnbereich verbunden ist. Ein Hinweis darauf, dass das Gehirn reduzierten visuellen Input stärker kompensieren muss.

ZEISS ClearMind setzt genau an diesem Zusammenhang an: Das Brillenglasportfolio wurde entwickelt, um Unschärfe in den Sehbereichen zu reduzieren, die im Alltag besonders häufig genutzt werden. Grundlage dafür ist die ZEISS NeurOptix Technologie, die reales Augen- und Sehverhalten, typische Sehaufgaben sowie Schwellen wahrnehmbarer Unschärfe in das Brillenglasdesign einbezieht. Ziel ist es, den Augen möglichst klare Sehbereiche bereitzustellen, damit das Gehirn weniger unscharfe oder unvollständige visuelle Informationen ausgleichen muss.

Kurz gesagt: Aus der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass Unschärfe kognitive Belastung erhöhen kann, wurde bei ZEISS ClearMind ein Brillenglasdesign abgeleitet, das brillenglasinduzierte Unschärfe in alltagsrelevanten Sehbereichen gezielt minimiert. Das Ziel von ZEISS ClearMind: klareres Sehen ermöglichen und die kognitive Belastung beim Sehen reduzieren.

Unsere ZEISS ClearMind Brillengläser basieren auf einer innovativen Technologie, die wir einsetzen, um Unschärfen in relevanten Sehbereichen für den ganztägigen Gebrauch zu reduzieren. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass das Auge möglichst wenig Unschärfe ausgesetzt ist.

Dr. Judith Ungewiss Scientific and Medical Affairs, ZEISS Vision Care

Wie kann ZEISS ClearMind den Sehalltag verbesssern?

Das ZEISS ClearMind Brillenglasportfolio wurde entwickelt, um brillenglasinduzierte Unschärfe in den Bereichen zu reduzieren, die im Alltag besonders relevant sind. Also dort, wo Brillentragende häufig blicken, zwischen Distanzen wechseln, lesen, arbeiten, digitale Geräte nutzen oder sich räumlich orientieren.

Die wissenschaftliche Grundlage dafür liefert unter anderem die ZEISS Visual Perception Study 2025. Sie zeigte, dass Unschärfe nicht nur ein optisches Komfortthema ist, sondern die mentale Verarbeitungsleistung des Gehirns beeinflussen kann.
ZEISS ClearMind überträgt diese Erkenntnis in ein Brillenglasdesign, das die Interaktion zwischen Auge, Brillenglas und Gehirn stärker berücksichtigt. Die zugrunde liegende ZEISS NeurOptix Technologie analysiert, wie Menschen ihre Augen im Tagesverlauf tatsächlich nutzen, welche Sehaufgaben in Nähe, Zwischenbereich und Ferne dominieren und welche Bereiche des Brillenglases besonders häufig beansprucht werden. Auf dieser Basis werden die für den Alltag entscheidenden Zonen gezielt optimiert, um dort möglichst klare visuelle Informationen bereitzustellen und periphere Aberrationen zu minimieren.

Für Verbraucher übersetzt sich diese Technologie in ein Seherlebnis, das klarer, fokussierter und komfortabler wahrgenommen werden kann. 96 Prozent der befragten Brillenträgerinnen und -träger bestätigten extrem klares Sehen. 75 Prozent gaben an, dass es ihnen mit ZEISS ClearMind leichter fällt, fokussiert zu bleiben. 76 Prozent berichteten von einer verbesserten Fähigkeit, sich auf Aufgaben zu konzentrieren.

In einer verblindeten Untersuchung mit ZEISS ClearMind Gleitsichtgläsern wurde außerdem mithilfe des NASA-TLX-Fragebogens eine geringere kognitive Belastung gegenüber bisherigen ZEISS Standard-Gleitsichtgläsern festgestellt: Neun von zehn Brillentragenden erlebten weniger kognitive Belastung, die durchschnittliche Reduktion lag bei 14 Prozent.

Ein weiterer verbraucherrelevanter Aspekt ist der Sehkomfort über den Tag hinweg. In einer verblindeten Studie war die Lidschlagrate mit ZEISS ClearMind Brillengläsern im Durchschnitt 16 Prozent höher als mit ZEISS Standardbrillengläsern, was auf eine geringere kogntivie Belastung schließen lässt..3

Fazit

Die ZEISS Visual Perception Study 2025 zeigt, dass die Qualität des visuellen Inputs Einfluss auf die kognitive Verarbeitung hat: Wird Sehen durch brillenglasinduzierte Unschärfe weniger eindeutig, muss das Gehirn stärker kompensieren und diese zusätzliche Belastung lässt sich subjektiv und neurophysiologisch nachweisen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  • Unscharfes Sehen kann dazu führen, dass das Gehirn mehr visuelle Informationen ergänzen und interpretieren muss. Diese zusätzliche Verarbeitung kann als anstrengend empfunden werden und mit Müdigkeit oder Konzentrationsproblemen verbunden sein.

  • Ein EEG misst elektrische Aktivität im Gehirn. In der Studie wurde untersucht, ob sich unscharfes Sehen auch neurophysiologisch in einer höheren kognitiven Belastung zeigt.

  • Wenn Brillengläser in relevanten Sehbereichen Unschärfen erzeugen, kann der visuelle Input weniger eindeutig sein. Das Gehirn muss diese Informationen stärker kompensieren, was die kognitive Belastung erhöhen kann.

  • Mit dem Produktportfolio ZEISS ClearMind wird der Begriff „klares Sehen“ erweitert. Er umfasst nicht mehr ausschließlich die optische Schärfe, sondern bezieht auch die Anforderung ein, visuelle Informationen im digitalen und visuell anspruchsvollen Alltag möglichst effizient uzu verarbeiten. Da Sehen als Zusammenspiel von Auge und Gehirn zu verstehen ist, kommt der Reduktion von Unschärfen und der damit verbundenen geringeren kognitiven Belastung eine zentrale Bedeutung zu.

    ZEISS ClearMind greift diesen Ansatz auf, indem das Brillenglasdesign an realen Sehgewohnheiten ausgerichtet ist und scharfes Sehen gezielt in den im Alltag relevanten Bereichen priorisiert. Unschärfen werden dabei nicht lediglich verteilt, sondern systematisch gesteuert, um ein insgesamt hohes Maß an visueller Klarheit zu unterstützen.

  • Der NASA Task Load Index ist ein standardisiertes Verfahren, mit dem Personen nach einer Aufgabe bewerten, wie belastend diese Aufgabe subjektiv erlebt wurde. Er misst also nicht direkt Gehirnaktivität, sondern die wahrgenommene Arbeitsbelastung aus Sicht der Teilnehmenden.

Glossar

Kognitive Belastung (Cognitive Load): Aufwand des Arbeitsgedächtnisses zur Verarbeitung von Informationen bei einer Aufgabe.

Arbeitsgedächtnis: Kurzzeitspeicher des Gehirns für aktive Denkprozesse.

EEG (Elektroenzephalografie): Nicht-invasive Methode zur Messung der elektrischen Aktivität des Gehirns.
Brillenglas-Unschärfe: Beschreibt visuelle Unschärfen im Brillenglas, die dazu führen, dass das Gehirn zusätzliche Verarbeitung leisten muss, um unklare oder unvollständige Bilder zu interpretieren.

Theta-Aktivität: Muster elektrischer Gehirnaktivität in einem Frequenzbereich von 4-8Hz, das unter anderem mit erhöhter kognitiver Verarbeitung verbunden sein kann.

NASA-TLX: Validierter Fragebogen zur subjektiven Bewertung der mentalen Arbeitsbelastung.

ZEISS NeurOptix Technologie: Die ZEISS NeurOptix Technologie ist ein neurowissenschaftlich basierter Designansatz, der Brillengläser an reale Blickbewegungen und Sehgewohnheiten anpasst, um Unschärfen gezielt zu reduzieren und so die kognitive Belastung des Gehirns beim Sehen zu verringern.


  • 1

    ZEISS ClearMind Brillengläser sind nachweislich in der Lage, zu einem stabilen Tränenfilm beizutragen, indem sie eine regelmäßige Lidschlagfrequenz aufrechterhalten. Dies wurde in einer verblindeten Studie getestet, in der die Teilnehmenden eine visuo-motorische Aufgabe sowohl mit ZEISS ClearMind Gleitsichtgläsern als auch mit ZEISS Standard-Gleitsichtgläsern jeweils dreimal ausführen mussten. Die Lidschlagfrequenz wurde mittels Eye-Tracking aufgezeichnet. Die Ergebnisse zeigten, dass die Lidschlagfrequenz im Vergleich zu ZEISS Standard-Gleitsichtgläsern mit ZEISS ClearMind Gleitsichtgläsern im Durchschnitt um 16 Prozent höher ist. (Quelle: ZEISS Visual Perception Study. 2025. Data on file.)

  • 2

    Atchison, D. A., Fisher, S. W., Pedersen, C. A., & Ridall, P. G. (2005). Noticeable, troublesome and objectionable limits of blur. Vision research, 45(15), 1967-1974

  • 3

    Leistungstest der ZEISS ClearMind Gleitsichtgläser im Vergleich zu ZEISS StandardGleitsichtgläsern, n = 32, NASA TLX Test zur Beurteilung der wahrgenommenen kognitiven Belastung in einem verblindeten Test. ZEISS Vision Science Lab, Institut für Augenheilkunde, Universität Tübingen, DE 2025.

Pressekontakt Miriam Kapsegger

ZEISS Vision Care


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