Ein junger Mann mit Brille spielt ein Videospiel auf einem großen Bildschirm.
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Monitor, Handy, TV: Wie wir unsere Zeit an welcher Art von Bildschirmen verbringen, ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Manche Jobs verlangen stundenlange Konzentration, andere einen ständigen, schnellen Wechsel zwischen verschiedenen Aufgaben. Digitale Unterhaltung gibt es in vielen Formen und jeder nutzt sie anders. Diese Vielfalt stellt unterschiedliche Anforderungen an die Augen, führt jedoch oft zum gleichen Ergebnis: digitaler Sehstress.

Schauen wir uns an, wer besonders betroffen ist, was die Beschwerden verursacht und wie sich digitaler Sehstress verringern lässt.

Wer ist besonders anfällig für Beschwerden durch digitalen Sehstress?

Manche Menschen sind längeren Bildschirmzeiten oder visuell anspruchsvolleren Aufgaben ausgesetzt als andere. Von langen Arbeitszeiten über intensive Freizeitbeschäftigungen oder Gaming-Sessions bis zu hochkonzentrierten Tätigkeiten: Diese folgenden Gruppen sind für digitalen Sehstress besonders anfällig. Werfen wir einen Blick darauf, was sie belasten und was helfen kann.

Kurz zusammengefasst: digitaler Sehstress
Digitaler Sehstress (auch Computer Vision Syndrome, CVS) beschreibt eine Reihe von Beschwerden, die nach längerer Nutzung von Smartphones, Tablets, Laptops oder Monitoren auftreten können. Typische Symptome sind müde, trockene Augen, verschwommenes Sehen, Kopfschmerzen sowie Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich durch eine schlechte Sitzhaltung.1

Schon zwei Stunden durchgehende Bildschirmzeit pro Tag genügen, um das Risiko für Symptome von digitalem Sehstress zu erhöhen. Ohne Gegenmaßnahmen können sich die Beschwerden im Laufe der Zeit verstärken und sogar verschlimmern.1

Vor dem Computer

Wer ist betroffen? Nahezu jeder kennt die Symptome digitalen Sehstresses, unabhängig davon, ob im Büro, im Homeoffice oder beim Lernen. Viele Tätigkeiten wie Dateneingabe, Programmieren oder Gaming erfordern lange Bildschirmzeiten. Die meisten modernen Berufstätigen zählen daher zu den „Bildschirmnutzern“.

Typische Auslöser von Sehstress bei Computernutzung: [1,2,3,4]

  • lange Bildschirmzeiten, oft sechs bis neun Stunden täglich oder mehr
  • nicht-ergonomische Arbeitsplätze und grelles Deckenlicht
  • schlechte Sitzhaltung, ungünstige Monitorplatzierung und Blendung, die das Unbehagen verstärken
  • eine geringere Blinzelrate, die trockene Augen begünstigen kann
  • hohe visuelle Anforderungen beim Gaming durch anhaltende Konzentration und schnelle Blickwechsel

Tipps zur Verringerung von Sehstress: [1,2,4,5]

  • Richte deinen Arbeitsplatz ergonomisch ein: Monitor-Oberkante knapp unter Augenhöhe, etwa eine Armlänge entfernt, Füße flach auf dem Boden.
  • Nutze seitliches Tageslicht und vermeide grelles Deckenlicht und Reflexionen von Lampen.
  • Mach regelmäßige Pausen nach der 20-20-20-Regel (alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf etwas in rund 6 Metern Entfernung schauen) und wechsle die Aufgaben, um die Augen zu entspannen.
  • Blinzle in den Pausen bewusst und langsam, um die Augen feucht zu halten.
  • Passe die Bildschirmhelligkeit an deine Umgebung an und erhöhe bei Bedarf den Kontrast.

Am Smartphone

Aus der Perspektive einer Person, die ein Smartphone vor floralem Hintergrund hält.

Wer ist betroffen? Mehr als 5,19 Milliarden Menschen weltweit2 nutzen Mobiltelefone, für Kommunikation, Unterhaltung, Surfen, Gaming, Streaming und für die Arbeit. Insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene sind oft über längere Zeiträume hinweg digital aktiv: von Social Media bis Gaming.3

Typische Auslöser von Sehstress bei Smartphone-Nutzung: [4,6,7]

  • geringer Betrachtungsabstand, das Smartphone wird etwa 30 cm vor die Augen gehalten, was die Augen auf Dauer stark beansprucht
  • eine lange Nutzung kann die Körperhaltung verschlechtern (vorgebeugter Kopf, runde Schultern)
  • schwache Lichtverhältnisse, besonders am Abend, können die Belastung der Augen erhöhen

Tipps zur Reduzierung der Belastung: [1,4,6,7]

  • Ein ausgestreckter Arm hilft, den optimalen Sehabstand zum Bildschirm einzuhalten.
  • Vergrößere lieber Text und Symbole, statt näher heranzugehen.
  • Setze Timer, um deine Bildschirmzeit bewusst zu begrenzen.
  • Nutze die 20-20-20-Regel, um die Augen regelmäßig zu entspannen.
  • Achte darauf, dass die Bildschirmhelligkeit zum Umgebungslicht passt.
  • Achte auf eine aufrechte Sitzhaltung und vermeide krummes Sitzen.
  • Stelle die Bildschirmhelligkeit auf ein angenehmes Niveau ein und vermeide dabei eine zu grelle Einstellung.

Vor dem Fernseher

Ein Mann spielt ein Videospiel auf einem großen Fernseher.
Fernseher und große Entertainment-Bildschirme erreichen oft Größen von 80 Zoll oder mehr. Ob Serienmarathon oder intensives Gaming, sie prägen für viele den Alltag.
 
Typische Auslöser von Sehstress beim Fernsehen: [3,8]
  • lange Bildschirmzeit, etwa ein Serienmarathon mit wenigen natürlichen Pausen
  • in dunklen oder schwach beleuchteten Räumen wird der Lidschlag reduziert, während sich die Pupillen kontinuierlich an den hellen Bildschirm anpassen müssen
  • das Schauen auf Ultra-HD-Geräten wird mit einer schnelleren Tränenfilm-Aufrisszeit und mehr Augenbeschwerden in Verbindung gebracht
Tipps zur Reduzierung der Augenbelastung: [1,3,4]
  • Achte darauf, dass die Raumbeleuchtung zur Bildschirmhelligkeit passt. Zum Beispiel durch eine sanfte Hintergrundbeleuchtung beim Fernsehen, um starke Kontraste und Blendung zu vermeiden.
  • Achte darauf, Reflexionen, etwa von Fenstern, zu reduzieren, indem du Jalousien oder Vorhänge nutzt.
  • Je nach Bildschirmgröße, -qualität und Auflösung variiert der empfohlene Betrachtungsabstand, sieh dafür in der Anleitung des Herstellers nach.
  • Nutze natürliche Pausen zwischen den Folgen oder Sendungen, um aufzustehen, dich zu strecken und in eine andere Entfernung zu blicken.
  • Blinzle bewusst und regelmäßig, um das Risiko trockener Augen zu senken.
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Sprich mit einer Augenoptikerin oder einem Augenoptiker

Digitaler Sehstress wird leicht übersehen. Oft, weil müde oder gereizte Augen längst zum Alltag gehören. Werden die Symptome jedoch ignoriert, können die Beschwerden anhalten und sich im Laufe der Zeit sogar verstärken.1 Gib deinen Augen die nötige Aufmerksamkeit: Baue gezielt entlastende Routinen auf, achte auf Pausen, deine Haltung und begrenze unnötige Bildschirmzeit. Leider reichen diese Maßnahmen allerdings nicht immer aus: Halten die Beschwerden an, lass dich von einer Augenoptikerin oder einem Augenoptiker bzw. einer Augenärztin oder einem Augenarzt beraten, um die Ursache zu verstehen und gezielt anzugehen. Eine ZEISS Augenoptikerin oder einen ZEISS Augenoptiker in deiner Nähe findest du über unsere Optikersuche.

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