Forschende im Gespräch

Collaboration Catalyst Programm

Forschungsexzellenz mit regionalen Innovationsökosystemen verbinden

Mission

Das Collaboration Catalyst Programm vernetzt ZEISS mit führenden Universitäten in den Regionen um seine Innovation Hubs. Im Rahmen gemeinsamer Forschungsprojekte befasst sich das Programm mit strategischen technologischen Herausforderungen und unterstützt gleichzeitig starke lokale Innovationsökosysteme.

Durch die Förderung von Forschungskooperationen in der Frühphase erhält ZEISS Zugang zu neuen wissenschaftlichen Entwicklungen, gewinnen Hochschulen an industrieller Relevanz und langfristige Partner, und regionale Innovationsnetzwerke werden durch dauerhafte Verbindungen zwischen Wissenschaft, Industrie und Talenten gestärkt.

Fakten und Rahmenbedingungen

  • Fondsvolumen: 500.000 €/Jahr

    Förderung ambitionierter Kooperationen in der frühen Entwicklungsphase

  • Bis zu 5 Projekte pro Jahr

    Wege für eine langfristige Zusammenarbeit ebnen

  • Exzellenz & Aufbau eines Ökosystems in der Forschung

    Die Wissenschaft vorantreiben und gleichzeitig regionale Innovationsnetzwerke stärken

  • 6 Partneruniversitäten

    Vernetzung führender Forschender im ZEISS Innovation Hub

  • 12-monatige Gründungsprojekte

    Schnelle, zielgerichtete und wirkungsorientierte Forschung

Fokusbereiche 2026

Das Collaboration Catalyst Programm verwandelt strategische technologische Herausforderungen aus allen Bereichen von ZEISS in gemeinsame Forschungsprojekte mit führenden Universitäten. Jedes Jahr dienen ausgewählte Technologie-Cluster als Leitrahmen für die Ermittlung von Forschungsmöglichkeiten und den Aufbau neuer Partnerschaften zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. 2026 konzentriert sich das Programm auf Materialien und Computertechnologien der nächsten Generation.
Neben einer Petrischale befindet sich ein transparentes, poröses Material mit unregelmäßigen Löchern. Die Petrischale enthält eine dünne, durchscheinende Schicht mit blauen, verzweigten Mustern. Der unscharfe Hintergrund zeigt Laborgeräte, darunter ein Mikroskop.

Biomaterialien & nachhaltige Materialien

01 Xeno-freie Organoid-Matrix — reproduzierbares Organoidwachstum ohne tierische Ausgangsmaterialien ermöglichen.​

02 Abstimmbare optische Polymere — maßgeschneiderte Brechungseigenschaften für die moderne biomedizinische Bildgebung.​

03 3D-Mikroskopkondensor — Freiformbeleuchtung für schärfere 3D-Mikroskopie.​

04 Bleifreie Piezoelektrik — Wahrung der elektromechanischen Leistung ohne giftiges Blei.​

05 Kreisförmige Aluminium-Intelligenz — Materialhistorie zur Optimierung von Wiederverwendung und Recycling nachverfolgen.​

06 Poröse Kohlenstoffmaterialien — Entwicklung von Poren zur Bindung, Speicherung oder Umwandlung von Kohlenstoff.​

07 Inline-Charakterisierung von Batterien — Messung der Materialqualität bei laufender Batterieproduktion.​

Unter einem metallischen Bauteil wird eine kreisförmige Scheibe mit einem Gittermuster positioniert. Blaue Laserstrahlen kreuzen und bündeln sich auf der Oberfläche des Wafers, wodurch ein Netz aus beleuchteten Linien entsteht. Die Szene evoziert einen hochpräzisen Prozess, bei dem moderne Maschinen und optische Technologie zum Einsatz kommen.

Funktionale Oberflächen & simulationsgestützte Konstruktion

08 UV-transparente Polymere — Entwicklung langlebiger Polymere für tiefe UV-Durchlässigkeit.​

09 2D-Diffusionsbarrieren — Diffusionsblockierung mit ultradünnen Materialschichten.​

10 Selbstorganisierte Oberflächen — Lenkung spontaner Muster zu nützlichen Oberflächenfunktionen.​

11 E-Nasen aus Nanomaterialien — Dämpfe mit selektiven Sensoren im Nanobereich identifizieren.​

12 Verdeckte Metaoberflächen — optische Funktionen unter geschützten Oberflächen verstecken.​

13 Herstellung von Metaoberflächen — optische Designs zu skalierbarer Produktion machen.​

14 Ultraschnelle Laser-Modifikation — Steuerung von Materialveränderungen durch ultrakurze Impulse.​

15 Laserschweißen und additive Fertigung — Stabilisierung von Laserprozessen mithilfe von Wärme- und Strömungsmodellen.​

16 Kavitationsmechanik — Simulation von Blasen und Verformungen in weicher Materie.​

17 Akustische schwarze Löcher — Schwingungen durch speziell konstruierte Strukturen ableiten.​

In einem durchsichtigen, zylindrischen Behälter befindet sich eine senkrecht stehende elektronische Leiterplatte mit leuchtenden, bunten Linien, die miteinander verbundene Wellenmuster bilden. An den Rändern der Platine befinden sich Reihen kleiner rechteckiger Bauteile. Den unscharfen Hintergrund bildet eine Laborumgebung mit metallischen Oberflächen und kühler Beleuchtung.

Next Gen Computing

18 Photonische Beschleuniger — 10-facher Systemvorteil gegenüber elektronischen Beschleunigern.​

19 Co-Packaged Optics — Steigerung von Leistung und Ertrag durch Inline-Prozesssteuerung.​

20 Neuromorphe Sensorik — kontinuierliche optische Daten in spärliche Ereignisströme umwandeln.​

21 Quantenoptimierte Optik — Benchmark zur quantengestützten Optimierung für das Design von Bildgebungssystemen.​

22 Herstellung von Quantenbauelementen — Zusammenhang zwischen Prozessschwankungen und Geräteleistung in großem Maßstab.​

23 Diffraktive neuronale Netze — Nachweis der Vorteile von Mikroskopen durch Inferenz im optischen Bereich.

Projektauswahlverfahren

  • Hochschulnetzwerk
    Das Collaboration Catalyst Programm steht Forschenden von Hochschulen offen, die dem Ökosystem des ZEISS Innovation Hub angehören:

    Fördermittel
    ZEISS investiert jedes Jahr 500.000 € in das Collaboration Catalyst Programm.

    • Bis zu fünf Projekte pro Jahr finanziert
    • Fördervolumen: bis zu 100.000 € pro Projekt
    • Projektdauer: 12 Monate
    • Ausschreibung einmal jährlich
    • Gemeinsame Betreuung durch ZEISS und akademische Partner
  • Der Collaboration Catalyst sieht ein zweistufiges Bewerbungsverfahren vor, das darauf abzielt, den Austausch zwischen Forschenden und ZEISS Experten bereits in einer frühen Phase zu fördern.

    1. Absichtserklärung

    Forschende reichen ein kurzes Projektkonzept ein, in dem sie die wissenschaftliche Idee, die Ziele und die erwarteten Auswirkungen darlegen.

    2. Experten-Diskussionsrunde

    Ausgewählte Bewerbende werden eingeladen, ihre Ideen vorzustellen und mit ZEISS Experten sowie dem wissenschaftlichen Ausschuss zu diskutieren. Ziel ist es, den Projektumfang zu präzisieren und Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit zu ermitteln.

    3. Vollständige Projekteinreichung

    Forschende reichen einen präzisen Projektvorschlag ein, der gemeinsam mit einem ZEISS Projektsponsor erarbeitet wurde.

    4. Überprüfung durch den wissenschaftlichen Ausschuss

    Die Vorschläge werden vom wissenschaftlichen Ausschuss geprüft, der die zu fördernden Projekte auswählt.

    5. Projektbeginn

    Nach Vertragsabschluss beginnen die ausgewählten Projekte ihre Zusammenarbeit mit ZEISS.

     

    Projektanforderungen

    Der Collaboration Catalyst unterstützt Machbarkeitsstudien und explorative Forschungsprojekte, die das Potenzial haben, sich zu langfristigen strategischen Kooperationen zwischen ZEISS und akademischen Partnern zu entwickeln.

    Gegebenenfalls können weitere Partner in die Projekte einbezogen werden. Die Fördermittel werden jedoch ausschließlich an die teilnehmende Partnerhochschule ausgezahlt.

    Die Einreichungen sollten kurz auf folgende Punkte eingehen:

    • Die anvisierte Forschungsmöglichkeit.
    • Projektziele und erwartete Ergebnisse.
    • Zeitrahmen, Meilensteine und wichtigste Erkenntnisse.
    • Budget und erforderliche Ressourcen.
    • Teilnehmende Forschende, Forschungsgruppen und Partner.
    • Den ernannten Principal Investigator (PI).
  • Nach der Ausschreibung erfolgt die Einreichung von Vorschlägen in zwei Phasen, die einen Austausch zwischen dem Principal Investigator (PI) und dem wissenschaftlichen Ausschuss (scientific committee – SC) umfassen:

    1) Informelle Einsendung einer ersten Projektidee (500 – 1000 Zeichen) an den wissenschaftlichen Ausschuss mit einem groben Rahmen für Projektidee und -umfang.

    2) Vorauswahl von zehn Einreichungen durch den wissenschaftlichen Ausschuss, die zur Teilnahme an der Experten-Diskussionsrunde am ZEISS Innovation Hub @ KIT eingeladen werden. An der Experten-Diskussionsrunde beteiligen sich der wissenschaftliche Ausschuss, ZEISS Experten und PIs; sie dient der genaueren Abgrenzung und Erörterung der vorgeschlagenen Projektziele.

    3) Einreichung von Vorschlägen unter Verwendung einer speziellen Vorlage. Die Einreichungen werden anschließend bei einem Treffen des wissenschaftlichen Ausschusses diskutiert.

    4) Nach Auswahl der Einreichung(en), die vom wissenschaftlichen Ausschuss den Zuschlag erhält/erhalten, wird ein spezieller Vertrag (Auftragsforschung) gemäß der Rahmenvereinbarung zwischen ZEISS und dem KIT zur Genehmigung durch beide Parteien vorbereitet. Der Vertrag muss von beiden Parteien bis zum 30. Juni 2026 finalisiert und unterzeichnet werden.

    5) Das Projekt muss vor dem 31. August 2026 starten.

Blick auf das KIT-Gebäude in Karlsruhe, wo sich der Zeiss Innovation Hub befindet. Das Gebäude hat große Fenster und eine helle weiße Fassade; die drei Geschosse werden durch scharfkantige Fassadenelemente abgegrenzt.

Terminplan

14. September 2026: Veröffentlichung der Ausschreibung

09. Oktober 2026: Einreichungsfrist für Absichtserklärung (Einsendung an CoCat@zeiss.com)

03. November 2026: Experten-Diskussionsrunde– ZEISS Innovation Hub @ KIT (oder online)

18. Dezember 2026: Frist für Projekteinreichungen (Einsendung an CoCat@zeiss.com)

29. Januar 2027: Bekanntgabe der Entscheidungen durch den wissenschaftlichen Ausschuss

Ausschreibung

Einreichungsfrist ist der 09. Oktober 2026

Senden Sie Ihre Projektidee bis zum 09.Oktober (500 – 1000 Zeichen). Wir werden uns umgehend bei Ihnen melden.1

Allgemeiner Ansprechpartner ZEISS Sophia Schmitt
Allgemeiner Ansprechpartner KIT Innovations- und Relationsmanagement

Eindrücke aus vorangegangenen Ausschreibungen

  • 2024

  • 2023

  • Collaboration Catalyst 2024

    2024 richtete sich die Collaboration Catalyst Ausschreibung an Projekte rund um Herausforderungen und Themen des Fachbereichs ZEISS Semiconductor Manufacturing Technology (SMT), wobei der Fokus auf Technologien der Lithographie-Optik lag. So deckten wir mit Anwendungen in Verfahrenstechnologien der Optikfertigung, Optik, Elektronik und Mechanik verschiedene Forschungsfelder ab, die im gemeinsamen Interesse von ZEISS und dem KIT liegen, und erhielten zahlreiche interessante Projekteinreichungen. Im Projektzeitraum 2024/2025 wurden folgende drei Projekte finanziert.

    Förderprojekte 2024/2025

    • Scanning Probe Lithography as a deposition technique / Prof. Dr. Aghassi-Hagmann und PD Dr. Dr. Hirtz, Institut für Nanotechnologie (INT)
    • Thermal performance of cooled components / Prof. Dr. Wetzel, Dr. Dietrich, Institut für Thermische Verfahrenstechnik (TVT)
    • Rarefied multi-compent flows in EUV Systems / Prof. Giegerich, Dr. Tantos, Institut für Technische Physik (ITEP)
  • Collaboration Catalyst 2023


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