Presseinformation

Betriebsrat der Carl Zeiss SMT GmbH gewinnt Mitbestimmungspreis 2022

Preisverleihung in Stuttgart

NOV 16, 2022 · 2 Min. Lesedauer

Stuttgart | 16. November 2022 | ZEISS Semiconductor Manufacturing Technology

Der baden-württembergische Mitbestimmungspreis des DGB geht an die Betriebsräte der Carl Zeiss SMT GmbH in Oberkochen. Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut übergab den Preis „Gute Arbeit – ausgezeichnet“ am 7. November in Stuttgart.

  • Auszubildende bei der Arbeit an SMT Technologien
    DGB / Anna Sieger

    Bei der Verleihung des Mitbestimmungspreises: Das SMT-Betriebsratsteam mit Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (vorne, dritte v.l.)

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Baden-Württemberg hat zum dritten Mal den Mitbestimmungspreis „Gute Arbeit – ausgezeichnet“ verliehen, mit dem innovative Projekte von Mitbestimmungsgremien in Baden-Württemberg gewürdigt werden. Der diesjährige Gewinner in der Kategorie Großbetriebe ist der Betriebsrat der Carl Zeiss SMT GmbH am Standort Oberkochen. Ausgezeichnet wurde die zukunftsweisende Vereinbarung zu neuen Arbeitszeitmodellen mit einer Beschäftigungssicherung bis 2030. Die Preisverleihung fand am 7. November im Rahmen des Betriebs- und Personalräteempfangs statt, zu dem die baden-württembergische Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut als Schirmherrin ins Haus der Wirtschaft in Stuttgart eingeladen hatte.

Mit der Auszeichnung würdigt der DGB alle zwei Jahre beispielhafte Projekte von Mitbestimmungsgremien. Ministerin Hoffmeister-Kraut betonte bei der feierlichen Preisübergabe: „Für die Entwicklung unserer Gesellschaft hat die Mitbestimmung einen hohen Stellenwert, sie ist eine Grundsäule der sozialen Marktwirtschaft und ermöglicht Kooperation und Integration. Sie sorgt für einen Interessenausgleich zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten und wird durch einen hohen persönlichen Einsatz gelebt“. Der Vorsitzende des DGB Baden-Württemberg Kai Burmeister fügte in seiner Laudatio hinzu: „Mit der Auszeichnung machen wir die verdienstvolle Arbeit von Mitbestimmungsgremien sichtbar. Die ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen greifen konkrete Problemlagen in den Betrieben auf. Mit seiner eindrucksvollen Betriebsvereinbarung ist es dem Betriebsrat der Carl Zeiss SMT gelungen, Produktivitätsgewinne und Wachstumsrisiken fair zu verteilen und mehrere tausend Arbeitsplätze bis in das neue Jahrzehnt auf der Ostalb abzusichern. Diese Vereinbarung kann zu Recht als Blaupause erfolgreicher Beschäftigungssicherung bezeichnet werden.“

Die Schirmherrin übergab den Preis an den Vorsitzenden des SMT-Betriebsrates Oberkochen Gerhard Bösner und seinem Betriebsratsteam. „Über die Auszeichnung freuen wir uns sehr. Noch wichtiger ist uns aber, dass wir mit dieser Vereinbarung unser Unternehmen bei seinem ambitionierten Wachstumskurs unterstützen können und zugleich für alle Beschäftigten am Standort Oberkochen viele Vorteile wie eine Beschäftigungssicherung, ein 3-Tage Modell am Wochenende bei vollem Lohnausgleich, mehrere hundert Entfristungen sowie Verbesserungen bei Infrastruktur, Gesundheitsschutz und Qualifizierung erreicht haben. So eine Betriebsvereinbarung ist außerdem immer ein Gemeinschaftswerk, das nur im vertrauensvollen Zusammenspiel zwischen Mitbestimmungsgremium und Arbeitgeber möglich ist. Wir sind stolz darauf, wie gut uns das bei der SMT gelungen ist“, betonte Bösner in seiner Dankesrede.

Antwort auf Herausforderungen des Marktes

Dr. Jens Werner, Leiter SMT-Personalmanagement und Mitglied im SMT-Management-Team, lobte die konstruktiven Gespräche ebenfalls und gratulierte dem Betriebsratsgremium mit den Worten: „Die neue Betriebsvereinbarung ist eine wichtige Reaktion auf das starke Wachstum und die große Nachfrage im Halbleitermarkt, die eine hohe Auslastung für Produktion und Entwicklung zur Folge hat. Damit können wir die gestiegenen Kundenbedarfe noch besser bedienen und unsere Marktposition sichern. Die Vereinbarung hat den Preis und die damit verbundene öffentliche Anerkennung daher verdient.“

Über ZEISS

ZEISS ist ein weltweit führendes Technologieunternehmen der optischen und optoelektronischen Industrie. In den vier Sparten Semiconductor Manufacturing Technology, Industrial Quality & Research, Medical Technology und Consumer Markets erwirtschaftete die ZEISS Gruppe zuletzt einen Jahresumsatz von 7,5 Milliarden Euro (Stand: 30.9.2021).

ZEISS entwickelt, produziert und vertreibt für seine Kunden hochinnovative Lösungen für die industrielle Messtechnik und Qualitätssicherung, Mikroskopielösungen für Lebenswissenschaften und Materialforschung sowie Medizintechniklösungen für Diagnostik und Therapie in der Augenheilkunde und der Mikrochirurgie. ZEISS steht auch für die weltweit führende Lithographieoptik, die zur Herstellung von Halbleiterbauelementen von der Chipindustrie verwendet wird. ZEISS Markenprodukte wie Brillengläser, Fotoobjektive und Ferngläser sind weltweit begehrt und Trendsetter.

Mit diesem auf Wachstumsfelder der Zukunft wie Digitalisierung, Gesundheit und Industrie 4.0 ausgerichteten Portfolio und einer starken Marke gestaltet ZEISS den technologischen Fortschritt mit und bringt mit seinen Lösungen die Welt der Optik und angrenzende Bereiche weiter voran. Grundlage für den Erfolg und den weiteren kontinuierlichen Ausbau der Technologie- und Marktführerschaft von ZEISS sind die nachhaltig hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. ZEISS investiert 13% seines Umsatzes in Forschungs- und Entwicklungsarbeit – diese hohen Aufwendungen haben bei ZEISS eine lange Tradition und sind gleichermaßen eine Investition in die Zukunft.

Mit rund 37.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist ZEISS in fast 50 Ländern mit rund 30 Produktionsstandorten, 60 Vertriebs- und Servicestandorten sowie 27 Forschungs- und Entwicklungsstandorten weltweit aktiv (Stand: 31.03.2022). Hauptstandort des 1846 in Jena gegründeten Unternehmens ist Oberkochen, Deutschland. Alleinige Eigentümerin der Dachgesellschaft, der Carl Zeiss AG, ist die Carl-Zeiss-Stiftung, eine der größten deutschen Stiftungen zur Förderung der Wissenschaft.

  

Semiconductor Manufacturing Technology

Die Sparte Semiconductor Manufacturing Technology deckt mit ihrem Produktportfolio und weltweit führendem Know-how verschiedene Schlüsselprozesse bei der Herstellung von Mikrochips ab. Zu den Produkten des Bereichs zählen Halbleiterfertigungs-Optiken – darunter Lithographie-Optiken –, Photomaskensysteme sowie Prozesskontroll-Lösungen für die Halbleiterindustrie. Dank der Technologien werden Mikrochips zunehmend kleiner, leistungsfähiger, energieeffizienter und preiswerter. Die damit ausgestatteten elektronischen Anwendungen ermöglichen globalen Fortschritt in verschiedenen Disziplinen, darunter Technologie, Elektronik, Kommunikation, Unterhaltung, Mobilität und Energie. Hauptsitz von Semiconductor Manufacturing Technology ist Oberkochen. Weitere Standorte der Sparte sind Jena, Roßdorf und Wetzlar in Deutschland sowie Bar Lev (Israel), Dublin und Peabody (USA).

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