Auf Messers Schneide Sandvik Coromant

Zu schön, um wahr zu sein: Bei Sandvik Coromant in Schmalkalden lieferten taktile Messungen an Wälzfräsern Messwerte, die so gut waren, dass sich ein Maschinenbauingenieur auf die Fehlersuche machte. Untersuchungen brachten das Problem ans Licht: Die harten Wendeschneidplatten der Fräser ruinierten jeden Rubintaster. Heute setzen die Qualitätsprüfer einen Taster aus Volldiamant ein, der schon vier Jahre ohne sichtbaren Verschleiß Dienst tut.

Wie Sandvik Coromant mit ZEISS Lösungen erfolgreich ist:
ZEISS MMZ T
ZEISS GEAR PRO
ZEISS Diamond!Scan
Erfolg:
  • Präzise Messergebnisse
  • Hohe Qualität

Werkzeugbauer Sandvik Coromant misst mit Tastern aus Volldiamant

Herausforderung: Fehlerfreie Messergebnisse

Mit jeder Messung am Wälzfräser CoroMill 177 wuchs das Misstrauen von Mario Peter, Maschinenbauingenieur in der Abteilung Technologie des Werkzeugbauers. „Irgendetwas stimmte nicht“, erinnert er sich. Was, das blieb einige Zeit unentdeckt. Denn das Werkzeug zum Fräsen von Zahnrädern steckte zu jenem Zeitpunkt noch in der Entwicklung. Zudem sind die CoroMill-Fräser Einzelstücke. Mit jedem Sonderwerkzeug ändern sich auch die Messwerte an den Wendeschneidplatten. Doch da auch an Teilen mit bekannten Abweichungen die Messergebnisse zu gut waren, begab sich der Maschinenbauingenieur auf die Fehlersuche. Nach ausgiebigen Tests war klar: Die harten Platten der Schneidwerkzeuge ritzten Riefen in die Rubintaster, mit bloßem Auge unsichtbar, aber mit Auswirkungen auf die Messgenauigkeit.

Mario Peter mit einem Coromill 176 Wälzfräser bei der Qualitätsprüfung
Mario Peter mit einem Coromill 176 Wälzfräser bei der Qualitätsprüfung
Ein Coromill 176 Wälzfräser bei der Qualitätsprüfung.
Ein Coromill 176 Wälzfräser bei der Qualitätsprüfung. Dank Diamanttaster können die scharfen Kanten der Schneiden dem Messtaster nichts anhaben.

Lösung: Diamanttaster

Dass mit diesen fehlerhaften Messungen heute Schluss ist, verdankt Peter einem Tipp von ZEISS Industrielle Messtechnik. „Probieren Sie doch mal einen Diamanttaster aus“, habe der Experte von ZEISS empfohlen. Die Skepsis war zunächst groß, denn ein Diamanttaster kostet knapp 1.000 Euro. Damit muss er sehr lange halten, wenn er sich gegenüber den Rubintastern lohnen soll. Die wurden zwar jeden Monat ausgetauscht, kosten aber auch nur 39 Euro. „Es hat sich mehr als gelohnt“, sagt Peter heute aus voller Überzeugung. Der Volldiamanttaster, der in der ZEISS MMZ-T Dienst tut, ist bereits vier Jahre alt und hat immer noch keine sichtbaren Verschleißerscheinungen, obwohl er genau dieselben Belastungen aushalten muss.

In Zukunft werden wir sicher auch diamantbeschichtete Taster verwenden."

Mario Peter, Maschinenbauingenieur in der Abteilung Technologie

Nutzen: Hohe Qualität

Dank strenger Qualitätsvorgaben erreichen Kunden mit den Wälzfräsern von Sandvik Coromant die nach DIN 8 und DIN 9 vorgeschriebene Bauteilqualität der Zahnräder. Die Kunden fordern Klasse B, was je nach Größe des Wälzfräsers Toleranzen zwischen zwei Mikrometern bei Zahnrädern in Autogetrieben und über zehn Mikrometern etwa bei Zahnrädern in großen Windkraftgetrieben entspricht. Doch viele Werte liegen über der Klasse B und entsprechen sogar einer A oder AA Qualität. Ein Ergebnis, dass „wir auch dem Einsatz der Diamanttaster verdanken“, betont Peter.

Ein Diamanttaster fährt über die Schneidkante eines Coromill 177 Wälzfräsers
Ein Diamanttaster fährt über die Schneidkante eines Coromill 177 Wälzfräsers.
Über Sandvik Coromant

Sandvik Coromant ist der Weltmarktführer für Werkzeuge, Werkzeuglösungen und Know-how in der metallbearbeitenden Industrie. Mit hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung schafft das schwedische Unternehmen richtungsweisende Innovationen und setzt gemeinsam mit seinen Kunden aus der Automobil-, Luftfahrt- und Energieindustrie neue Maßstäbe für die Produktivität. Sandvik Coromant beschäftigt 8.000 Mitarbeiter und ist in 130 Ländern vertreten. Als Teil des Geschäftsbereichs Sandvik Machining Solutions gehört Sandvik Coromant zur globalen Unternehmensgruppe Sandvik. Der Unternehmensteil in Schmalkalden, Thüringen, ist aus einem ehemaligen Werkzeugkombinat der DDR entstanden. Dort sind heute 250 Mitarbeiter beschäftigt.