Foto: Kind, das einen Drachen mit ZEISS-Logo fliegen lässt. Ignazio Porro
Erfinder und Verbesserer optischer Instrumente
Schon als Artillerieoffizier hatte Ignazio Porro begonnen, geodätische Instrumente zu verbessern. Seine Erfindungen trugen zur einfacheren Bedienung sowie zu höherer Mess- und Ablesegenauigkeit bei. Ab 1839 bezeichnete er seine Instrumente als Tacheometer und definierte den Begriff Tachymetrie. Wie J. M. Eder 1911 mitteilte, konstruierte Porro bereits 1847 ein unsymmetrisches Photoobjektiv aus drei Linsen, um die Bildqualität bis zum Rand des Objektives zu verbessern.

Auf ihn geht auch der Vorschlag zurück (um 1850), Teleobjektive zur Aufnahme von weit entfernten Gebäuden zu nutzen. Heute ist Porros Name praktisch nur noch im Zusammen- hang mit seinen um 1850 erfundenen Prismen-Umkehrsystemen bekannt, die nach seinem Tod beim Bau von Ferngläsern (Feldstechern) große Bedeutung erlangten.

TacheometerPhototacheometer
Tacheometer – heute: Tachymeter –
von Porro aus seiner Pariser Werkstatt Institut technomatique.
Bild: Museu do IPCC, Lissabon (in Portugiesisch).
Phototachymeter oder Phototheodolit von Salmoiraghi.
Nach dem Ende des Militärdienstes (1842) eröffnete Ignazio Porro zunächst in Turin eine Werkstätte, 1847 in Paris das Institut technomatique. 1861 kehrte er nach Florenz zurück, wo er einen Ausbildungskurs für Tachymetrie leitete.

1863 berief die Technische Hochschule in Mailand ihn zum Professor für Vermessungswesen; im selben Jahr gründete er die Firma Tecnomasio italiano. Die 1865 in Mailand gegründete Filotecnica blühte erst unter seinem Schüler und Nachfolger Salmoiraghi auf. Porro selbst hatte zeitlebens keinen Nutzen von seinen Erfindungen.

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Ignazio Porro

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